Fernseh-Tipps

Fernseh-Tipps

Donnerstag, 6. Januar

arte, 19,40 Uhr
Jagd am Polarkreis
Die Samen gegen den schwedischen Staat
In Schweden hat der Oberste Gerichtshof in einem Urteil dem indigenen Volk der Samen die alleinige Vergabe der Jagdrechte für Kleinwild und Fisch zugesprochen. Für die Samen ein historisch bedeutender Moment, für die schwedischen Jäger ein Ärgernis. Es droht die Eskalation eines langen schwelenden Konfliktes: Wem gehört das Land der Rentiere? Das Argument der Samen-Gemeinde Girjas, das letztlich auch den Obersten Gerichtshof überzeugte: Seit Tausenden von Jahren hätten sie hier gejagt, gefischt und das Land als Weideland für ihre Rentiere genutzt. Bis der schwedische Staat kam und ihnen – aus ihrer Sicht – immer mehr Land und damit ihre Lebensgrundlage nahm. Zwischen 20.000 und 40.000 Menschen gehören der Gruppe der Samen in Schweden an. Rund 4.700 von ihnen sind Rentierbesitzer, wie die Familie von Ylva Sarri. Sie begrüßt das Urteil, denn die schwedischen Jäger würden mit ihren Hunden die Rentiere ängstigen und die Arbeit der Samen behindern. Regelmäßig fangen die Halter ihre Tiere ein, um sie zu schlachten und Fleisch und Fell zu verkaufen. Joachim Almgren ist einer von über 300.000 schwedischen Jägern im Land, der nun bangt, mit seinen Hunden in Zukunft nur noch eingeschränkt jagen zu können. Jagd und Fischfang sind bei den Schweden beliebte Freizeitaktivitäten, auf die sie ungern verzichten würden. Was, wenn andere Samen-Gemeinden dem Vorbild von Girjas Sameby folgen und vor Gericht ziehen, um die alleinige Vergabe der Jagdrechte zu erstreiten? Welches ist das höhere Gut: das Wohl der Rentiere oder das Jagdrecht der Schweden?

arte, 21.05 Uhr
Vielfraß – Räuber des Nordens
Vielfraße, auch Bärenmarder oder Räuber des Nordens, sind wie gemacht für das Leben in den extremen Regionen des russisch-finnischen Grenzgebiets. Dieser Film gibt Einblicke in ihre mysteriöse Welt und zeigt, wie ein Vielfraßweibchen gegen alle Widrigkeiten versucht, ihre Jungen durchs erste Jahr zu bringen. Die Tiere vor die Kamera zu bekommen ist eine Herausforderung, daher gibt es nur vereinzelt Filmmaterial von ihnen. In dieser einzigartigen Naturdokumentation ist es gelungen, ein umfassendes Bild des „Geists des Nordens“ zu zeichnen. Vielfraße haben viele Spezialanpassungen, die ihnen das Überleben in einem der herausforderndsten Lebensräume dieses Planeten ermöglichen. Sie besitzen ein wasserdichtes Fell, Füße, die bei Bedarf in Schneeschuhe verwandelt werden können, ein spezielles Gebiss, das sogar durch tiefgefrorene Knochen schneidet – von den mächtigen Eisbrecher-Krallen ganz zu schweigen. Ihre herausragendsten Eigenschaften sind aber Mut, Hartnäckigkeit und extremes Durchhaltevermögen. In einer spektakulären Szene zeigt der Film, wie der Vielfraß mitten im Schneesturm ein Rentier attackiert – ein Tier, das 20 mal so schwer ist wie der Angreifer selbst. Nach einem stundenlangen Kampf schafft der Vielfraß es, die riesige Beute zu Fall zu bringen. Seine einzigartigen Fähigkeiten haben das Tier zur Legende gemacht und unter seinem englischen Namen „Wolverine“ sogar einen Film-Superhelden inspiriert.

Sonntag, 9. Januar

Bayerisches Fernsehen, 14.30 Uhr
Das perfekte Herrchen
Einen Hund aus dem Tierheim retten und selbst zur perfekten Hundebesitzerin oder zum perfekten Hundebesitzer werden? Hundecoach Markus Richter hilft, damit der Wunsch eine Erfolgsgeschichte wird. Die schwarze Labrador-Hündin Gracy hat Glück im Unglück: Bevor sie ins Tierheim muss, findet sie Unterschlupf bei Anja Striegel am oberbayerischen Wörthsee. Anja Striegel züchtet Labradore, kümmert sich aber auch um Labradore in Not – wie Gracy. Die 5-jährige Hündin ist eine Seele von einem Hund – gutmütig, brav und umgänglich. Doch auf Dauer kann Gracy nicht bei ihrer Pflegestelle bleiben. Um zu verhindern, dass Gracy ins Tierheim muss, macht sich Markus Richter auf die Suche nach der perfekten Familie für Gracy. Aber große, schwarze Hunde wie Gracy, die auch gerne mal laut bellen, haben es bei der Vermittlung besonders schwer. Markus Richter unterstützt potenzielle Frauchen und Herrchen, die einen Hund aus dem Tierheim holen wollen. Als langjähriger Hundecoach kennt er sich gut mit Vier-, aber auch mit Zweibeinern aus. Er weiß, welche Hund-Mensch-Beziehungen zum Scheitern verurteilt sind, und welche gut passen.

Montag, 10. Januar

3sat, 17.00 Uhr
Steffens entdeckt: Südafrika
Gezähmte Wildnis
In dieser Folge ist Moderator Dirk Steffens in Südafrika unterwegs. Die Wildnis wird vielerorts von Menschen gemanagt. Sie entscheiden, wo welche Tiere leben dürfen und auch wie viele. Wie im Kruger-Nationalpark, dem größten Nationalpark Südafrikas, wo geschützt hinter Zäunen Löwen, Elefanten, Büffel, Nashörner und Leoparden leben.

Dienstag, 11. Januar

3sat, 16.15 Uhr
Radioaktive Wölfe
Tschernobyl, 30 Jahre nach dem Super-GAU: Am Schauplatz des größten Reaktorunfalls der Geschichte ist in den letzten Jahrzehnten ein unbeabsichtigtes ökologisches Experiment abgelaufen. Für Menschen ist das Gebiet immer noch verbotene Zone. Doch riesige Rudel von Wölfen haben die Region erobert und streifen durch die Schwemmgebiete des Prypjat und die verlassenen Siedlungen. Was einst die Kornkammer der Sowjetunion war, ist nun von Wäldern bedeckt. Mit der neuen Vegetation sind Bisons, Luchse und Wölfe zurückgekehrt. Für diese Dokumentation konnte erstmals ein westliches Filmteam mit den Wolf-Experten Barbara und Christoph Promberger in die verbotene Zone vordringen und dieser spektakulären Wiederkehr der Natur nachforschen. Der Film von Klaus Feichtenberger zeigt eine faszinierende, paradoxe Welt, die beides zugleich ist: ein Blick in die Zeit lange vor der menschlichen Zivilisation und ein Fenster in die Zukunft nach der ultimativen nuklearen Katastrophe.

Mittwoch, 12. Januar

Bayerisches Fernsehen, 18.30 Uhr
Bayern, Land der Gams
In Deutschland leben noch ungefähr 20.000 Gämsen, die meisten davon in Bayern. Als Symboltiere einer intakten Natur gehören sie zum festen Repertoire der Gebirgswelt. Tatsächlich finden die urigen Tiere mit den markanten Hörnern in den Alpen ihren idealen Lebensraum. Im Sommer besiedeln sie oberhalb der Waldgrenze Matten und Felsen, im Winter tiefere Talregionen. Und damit fangen die Probleme an: Wandern die Gämsen bei Kälte und Schnee in den Wald, verbeißen sie Triebe vom Jungwuchs der nachwachsenden Bäume. Für viele bayerische Förster ist das ein inakzeptabler Zustand. Sie fordern daher einen wesentlich stärkeren Abschuss der Gams als bisher. Jäger und Naturschützer dagegen befürchten, dass die Gams in manchen Alpenregionen ausgerottet werden könnte. Sogar das Bundesamt für Naturschutz hat 2020 die Gams auf die Vorwarnstufe der Roten Liste gesetzt. Ein deutliches Alarmzeichen. Wer hat nun recht? Oder gibt es eine für beide Seiten akzeptable Lösung? Der Filmautor Jens-Uwe Heins hat ein Jahr lang Gämsen, Wildbiologinnen, Jäger und Förster in den Bergen begleitet. Die Dokumentation nimmt den Zuschauer mit in eine zu allen Jahreszeiten zauberhafte Bergwelt. Sie zeigt das Leben der Gämsen, von ihren Kindergärten im Sommer bis zu den halsbrecherischen Brunftkämpfen im Winter, wenn die starken Böcke ihre Konkurrenten in atemberaubender Geschwindigkeit die Bergflanken rauf- und runterjagen.

Donnerstag, 13. Januar

arte, 21.00 Uhr
Könige des Himmels: Seeadler
Der Lebensraum der Seeadler erstreckt sich bis weit in den Norden unseres Kontinents. Bis zu sieben Kilogramm Gewicht, Flügel, die fast zweieinhalb Meter spannen, und zwei muskulöse Fänge mit nadelspitzen Krallen – der Seeadler ist perfekt für das Jagen ausgestattet und gilt deshalb als Sinnbild für Macht und Stärke. Hoch im Norden Europas finden die majestätischen Vögel alles, was sie zum Leben brauchen: Wälder, Seen und Sümpfe im Wechsel, kaum Landwirtschaft und wenig Menschen. Aber auch bei uns in Deutschland sind mittlerweile wieder mehr als 700 Seeadlerreviere besetzt – eine Erfolgsgeschichte des Naturschutzes. „Könige des Himmels – Seeadler“ präsentiert die verschiedenen Lebensräume, in denen der Seeadler in Europa heimisch ist. „Könige des Himmels – Seeadler“ präsentiert die verschiedenen Lebensräume, in denen der Seeadler in Europa heimisch ist. Die Dokumentation zeigt spektakuläre Bilder, etwa von den norwegischen Lofoten, wo die Adler mit den Orcas und Buckelwalen ziehen und von deren Jagderfolg profitieren. Oder aus den Mooren Finnlands, wo die Seeadler die Nähe zu Wolf und Bär suchen, denn auch hier profitieren sie von dem Jagdglück anderer. Bei uns in Deutschland leben die meisten Seeadler im gewässerreichen Nordosten der Republik. Der Film begleitet die Adler, die auf einer von Hunderten Kormoranen besiedelten Insel unterwegs sind, um dort die „Babynahrung“ der Kormoran-Küken zu fressen. Auch hier zieht der Adler wieder einmal Profit aus dem Erfolg der Mitgeschöpfe in seinem Lebensraum. Dank engagierter Naturschützer, Förster und Jäger haben in unseren Wäldern noch nie so viele Seeadler gebrütet wie heute, und die Zeiten, in denen Adler als Schädlinge betrachtet wurden, sind endgültig vorbei. Andere Bedrohungen, wie die bleihaltige Jagdmunition, sind überschaubar. Nur eines fehlt dem Seeadler: eine Wildnis, in der sich auch die großen Tiere entfalten können, in der Herden von Huftieren und Räuber wie Wolf und Bär wieder heimisch sind. Dann kann der „Vogel Phönix“ die Großtiere begleiten und darauf warten, dass etwas für ihn abfällt, und er ist nicht mehr so sehr auf den Menschen angewiesen. Die Rückkehr des Seeadlers ist ein Vorzeigeprojekt des Artenschutzes, doch weiterhin muss die Unberührtheit seiner Lebensräume bewahrt werden.

Sonntag, 16. Januar

arte, 13.15 Uhr
Wie der Hund die Welt eroberte
500 Millionen Hunde leben heute als Haustiere an der Seite des Menschen. Aus dem Alltag sind sie als Wach-, Jagd-, Renn-, Begleit- und Freizeithunde aller Rassen und Mischungen längst nicht mehr wegzudenken. Dabei kamen Hunde in der Natur ursprünglich gar nicht vor. Archäozoologen, Biologen, Verhaltensforscher und Genetiker arbeiten daran, die lange Geschichte der Hunde-Domestizierung bis zu ihrem Ursprung zurückzuverfolgen. Sie wollen genau wissen, wann der Weg vom Wolf zum Hund begann und wie die frühen Vorfahren der heutigen Pudel, Windhunde und Chihuahuas die Welt eroberten. Fast eine Milliarde Hunde bevölkern heute die Erde, manche als treue Begleiter des Menschen, andere als Streuner. Aus dem Alltag sind die Wach-, Jagd-, Renn-, Begleit- und Freizeithunde aller (Misch-)Rassen längst nicht mehr wegzudenken. Dabei kamen Hunde in der Natur ursprünglich gar nicht vor. Wann begann der Weg vom Wolf zum Hund? Und wie haben die frühen Vorfahren der heutigen Pudel, Windhunde und Chihuahuas die Welt erobert? Archäozoologen, Biologen, Verhaltensforscher und Genetiker arbeiten daran, die lange Geschichte der Hunde-Domestizierung bis zu ihrem Ursprung zurückzuverfolgen. Aus dem Erbgut von 1.600 prähistorischen und modernen Hunden und Wölfen konnten Wissenschaftler erstmals einen kompletten Stammbaum erstellen. Zu ihrer Überraschung machten sie drei unterschiedliche Domestizierungszentren in verschiedenen Epochen aus: Die erste Domestizierung fand vor 15.000 Jahren in Westeuropa statt, die zweite vor 12.500 Jahren im Norden Chinas und in Sibirien und die dritte im östlichen Mittelmeerraum. Doch wie ging es anschließend weiter? In Russland, Kanada, Skandinavien, Ungarn, Deutschland, Österreich und Frankreich erläutern Forscher, wie der Mensch den Wolf zum Hund gemacht hat, welche Mechanismen dabei im Spiel waren und wie sich Aussehen und Verhalten der Tiere im Lauf der Zeit veränderten: Die Haushunde wurden immer weniger aggressiv und ängstlich. Außerdem lernten sie, die menschliche Mimik zu lesen und zu deuten – so wie umgekehrt auch der Mensch gelernt hat, Körperhaltung, Gebell und Blicke seines vierbeinigen Gefährten zu verstehen. Mehr als jedes andere Haustier hat der Hund in den vergangenen Jahrtausenden zum Aufstieg der menschlichen Gesellschaften beigetragen. Aktuelle genetische Forschungen zeigen, dass diejenigen unserer Vorfahren, die Hunde an ihrer Seite hatten, gegenüber anderen Gruppen im Vorteil waren. Aus dieser langen, besonderen Verbindung ging die sogenannte Mensch-Hund-Gesellschaft hervor.

Bayerisches Fernsehen, 19.15 Uhr
Unter unserem Himmel
Im Schnee versunken – das Ursprungtal
Wo viel Wald, ist auch viel Wild, aber das ist während der langen Winter teilweise auf die Hilfe des Menschen angewiesen. Solange Schnee liegt, fährt der Revierjäger Engelbert Holzner jeden Tag zum Wildschutzgebiet hoch über dem Tal, um das Rotwild mit Heu zu versorgen.

Montag, 17. Januar

Bayerisches Fernsehen, 10.35 Uhr
Abenteuer Wildnis
Rentiere auf dünnem Eis
Seit Jahrtausenden ziehen Nomaden mit ihren Herden durch die Tundra im arktischen Sibirien, doch die alten Wanderrouten werden durch den Klimawandel bedroht – die Rentiere bewegen sich auf dünnem Eis. Der Klimawandel hat die Nenzen und ihre Rentiere erreicht. Das riesige Gebiet am russischen Polarkreis liegt wie im Fieber. Ureinwohner und Wildtiere spüren die Folgen der Erwärmung. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler versuchen das Ausmaß und die Konsequenzen der Veränderungen zu erfassen. Ein Schlüssel zu ihrem Verständnis liegt in der tiefgefrorenen Erde Sibiriens. Dort geraten die natürlichen Fundamente ins Wanken. Riesige Krater, wie der Kessel von Batagai, öffnen sich im tauenden Permafrostboden und legen Urzeitknochen sowie Urzeitgefahren durch Viren und Bakterien frei. Unheilvolle Verkettungen der Erderwärmung: Waldböden trocknen aus wie Zunder und die Taiga gerät in Flammen. Die Packeisfelder vor den Küsten schmelzen und nehmen Eisbären den Lebensraum. Hungrige Bären dringen in menschliche Siedlungen vor oder wildern Kolonien der extrem seltenen Elfenbeinmöwen. Die Veränderungen in der Natur fügen sich mit den Messungen von Forscherinnen und Forschern und Beobachtungen der Ureinwohner zu einem beunruhigenden Gesamtbild: In der russischen Arktis wurde die „Büchse der Pandora“ geöffnet. „Rentiere auf dünnem Eis“ zeigt in beeindruckenden und bedrückenden Bildern bereits real existierende Auswirkungen, Phänomene und unheilvolle Verkettungen der Erderwärmung. Doch es gibt nicht nur Verlierer. Mit dem Abschmelzen des Eises wird das größte Land der Welt auch noch ein bisschen größer.

3sat, 21.45 Uhr
Zentralkalahari – Nur für Löwen?
Die Zentralkalahari im Herzen Botswanas ist das zweitgrößte Wildreservat der Erde. Immer noch ist das fast 53.000 Quadratkilometer große Schutzgebiet touristisch kaum erschlossen. Weltberühmt ist die Zentralkalahari für seine schwarz-mähnigen Löwen. Gegründet wurde das Schutzgebiet jedoch ursprünglich, um den letzten hier lebenden Jäger und Sammler Kulturen der San Schutz vor Landnahmen durch Viehhirten zu gewähren. Doch deren Lebensweisen gelten der heutigen botswanischen Regierung als rückständig. Zu Beginn des dritten Jahrtausends wurden die San aus ihrem angestammten Territorium ausgesiedelt. Das geschah unter dem Vorwand des Naturschutzes und der wirtschaftlichen Erschließung durch Ökotourismus. Erst in einem langjährigen Rechtsstreit erkämpften sich die Betroffenen im Jahr 2006 ein Rückkehrrecht in das heiß umkämpfte Land ihrer Vorfahren. Sie wollen als legitime Besitzer ihrer Jagdgründe anerkannt werden. Doch die Jagd ist ihnen bis heute untersagt. Dieses Recht bleibt somit den Löwen und anderen Raubtieren vorbehalten.

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Donnerstag, 20. Januar

arte, 17.50 Uhr
Könige des Himmels – Seeadler
Der Lebensraum der Seeadler erstreckt sich bis weit in den Norden unseres Kontinents. Bis zu sieben Kilogramm Gewicht, Flügel, die fast zweieinhalb Meter spannen, und zwei muskulöse Fänge mit nadelspitzen Krallen – der Seeadler ist perfekt für das Jagen ausgestattet und gilt deshalb als Sinnbild für Macht und Stärke. Hoch im Norden Europas finden die majestätischen Vögel alles, was sie zum Leben brauchen: Wälder, Seen und Sümpfe im Wechsel, kaum Landwirtschaft und wenig Menschen. Aber auch bei uns in Deutschland sind mittlerweile wieder mehr als 700 Seeadlerreviere besetzt – eine Erfolgsgeschichte des Naturschutzes. „Könige des Himmels – Seeadler“ präsentiert die verschiedenen Lebensräume, in denen der Seeadler in Europa heimisch ist. „Könige des Himmels – Seeadler“ präsentiert die verschiedenen Lebensräume, in denen der Seeadler in Europa heimisch ist. Die Dokumentation zeigt spektakuläre Bilder, etwa von den norwegischen Lofoten, wo die Adler mit den Orcas und Buckelwalen ziehen und von deren Jagderfolg profitieren. Oder aus den Mooren Finnlands, wo die Seeadler die Nähe zu Wolf und Bär suchen, denn auch hier profitieren sie von dem Jagdglück anderer. Bei uns in Deutschland leben die meisten Seeadler im gewässerreichen Nordosten der Republik. Der Film begleitet die Adler, die auf einer von Hunderten Kormoranen besiedelten Insel unterwegs sind, um dort die „Babynahrung“ der Kormoran-Küken zu fressen. Auch hier zieht der Adler wieder einmal Profit aus dem Erfolg der Mitgeschöpfe in seinem Lebensraum. Dank engagierter Naturschützer, Förster und Jäger haben in unseren Wäldern noch nie so viele Seeadler gebrütet wie heute, und die Zeiten, in denen Adler als Schädlinge betrachtet wurden, sind endgültig vorbei. Andere Bedrohungen, wie die bleihaltige Jagdmunition, sind überschaubar. Nur eines fehlt dem Seeadler: eine Wildnis, in der sich auch die großen Tiere entfalten können, in der Herden von Huftieren und Räuber wie Wolf und Bär wieder heimisch sind. Dann kann der „Vogel Phönix“ die Großtiere begleiten und darauf warten, dass etwas für ihn abfällt, und er ist nicht mehr so sehr auf den Menschen angewiesen. Die Rückkehr des Seeadlers ist ein Vorzeigeprojekt des Artenschutzes, doch weiterhin muss die Unberührtheit seiner Lebensräume bewahrt werden.

Samstag, 22. Januar

Bayerisches Fernsehen, 9.30 Uhr
Welt der Tiere
Kleiner Tiger in bayerischen Wäldern
Es ist noch nicht lange her, da waren Wildkatzen weit verbreitet in Europa. Heute sind sie fast überall verschwunden. Doch es gibt sie noch. Nur bekommt kaum jemand sie zu Gesicht. Kleine Populationen von Wildkatzen gibt es in Bayern, Thüringen und Hessen, aber es ist fraglich, ob sie das Überleben der reinrassigen Wildkatze bei uns sichern können. Und ob es überhaupt eine Chance in unseren dicht besiedelten und von Autobahnen zerschnittenen Landschaften gibt, diese kleinen Bestände wieder miteinander zu verbinden. Genau dies hat sich ein bundesländerübergreifendes Projekt zur Rettung der Wildkatze vorgenommen. Das Ziel: die Vernetzung der verinselten Wildkatzenlebensräume in Bayern, Hessen und Thüringen und die genetische Überprüfung der Wildkatzen. Es soll ein grünes Netz entstehen, das nicht an Ländergrenzen haltmacht. Holzpflöcke mit Ködern aus Baldrian und Katzenminze locken Wildkatzen an. Die Katzen reiben sich an den Stöcken, es bleiben Haare am rauen Holz hängen. So kann man mit einem Gentest feststellen, wo reinrassige Wildkatzen noch vorkommen. Außerdem lässt sich genau prüfen, ob Lebensraumvernetzungen tatsächlich von Wildkatzen genutzt werden.

3sat, 10.45 Uhr
Rund um den Hahnenkamm mit Hermann Maier
Im Zentrum Tirols, zwischen Zillertal und Zeller See, erstrecken sich die Kitzbüheler Alpen. Die zahlreichen Almen verliehen dem Mittelgebirge auch den Namen „Tiroler Grasberge“. Jährlich versammeln sich hier Skisportbegeisterte aus aller Welt. Sie bejubeln die Jagd nach der Rekordzeit vor atemberaubender Naturkulisse, die auch abseits von diesem Trubel viel zu bieten hat: Abgesehen von den einige Wochen lang stattfindenden sportlichen Ereignissen gehören die Berge nämlich den Tieren. Hoch oben mit bester Aussicht brütet ein Steinadler, in den Felsen des Wilden Kaisers turnen Gämsen, auf den Wiesen ziehen Grasfrösche zu ihren Laichgewässern, tief im Wald versteckt zieht eine Hirschkuh ihr Kalb auf und auf dem Steilhang grasen Rehe. Diese Seite der Berge bleibt Skifahrern und ihren Fans verborgen.

Bayerisches Fernsehen, 17.00 Uhr
Anna und die Haustiere
Norwegische Waldkatze
Norwegische Waldkatze – das hört sich ganz schön wild an, findet Anna. Die Tierreporterin macht sich auf den Weg nach München, um herauszufinden, ob sich diese Katzen wirklich als Haustiere eignen. Bei Diana und ihren vier Norwegischen Waldkatzen wird Tierreporterin Anna schnell klar, dass diese Rasse alles andere als wild ist. Anna kommt aus dem Kuscheln kaum noch raus, so anhänglich sind die Norweger. Außerdem spielen diese Katzen für ihr Leben gern und auch bei schlechtem Wetter wollen sie an die frische Luft. Norwegische Waldkatzen sind nämlich dank ihres Fells perfekt an Schnee und Regen angepasst.

Sonntag, 30. Januar

Bayerisches Fernsehen, 8.30 Uhr
Pia und die wilden Tiere
Wie wild ist die Wildkatze?
Pia reist um die Welt, immer auf der Suche nach wilden Tieren in ihrer natürlichen Umgebung. In jeder Folge geht es um ein spezielles Tier – und Menschen, die sich mit diesen Tieren beschäftigen, mit ihnen arbeiten und sich für ihre Erhaltung einsetzen. Pia macht Bekanntschaft mit der Europäischen Wildkatze. Diese Katzen gehören zu den scheuesten und seltensten Säugetieren, die in unseren Wäldern heimisch sind. Ihr Erkennungszeichen ist der schwarz-geringelte Schwanz und der dunkle Aalstrich auf dem Rückenfell. Doch wegen der Ähnlichkeit mit zahmen Hauskatzen werden junge Wildkätzchen immer wieder verwechselt und aus dem Wald mit nach Hause genommen. Das wird nie gut gehen, denn die Wildkatze ist eben wild. So landen vermeintlich hilflose Kätzchen jedes Jahr in Pflegestellen, wo sie aufgepäppelt werden und nur mit viel Glück wieder ausgewildert werden können. Bei solch einer Auswilderungsaktion von vier Wildkatzen ist Pia dabei. Im Wildkatzendorf Hütscheroda begegnet Pia vier weiteren Wildkatern – zwei davon feiern Geburtstag: Für Karlo gibt’s eine neue Baumhöhle, für seinen Bruder Tokko ein Geburtstagsständchen auf der Ukulele. Bei ihrem Besuch stellt Pia fest, dass Wildkatzen äußerst vorsichtig sind. Kein Wunder, denn mit Menschen haben sie nur schlechte Erfahrungen gemacht. Die Tierart wurde stark bejagt und erst seit Kurzem sorgen Artenschutzprogramme für eine bessere Zukunft der schönen Wildkatzen.

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