Fernseh-Tipps

Fernseh-Tipps

Freitag, 23. Oktober

WDR Fernsehen, 20.15 Uhr
Herbstschlag

Spektakuläre Naturaufnahmen führen in die Brunftzeit der Hirsche in der Eifel, im Bergischen Land „in die Pilze“ und zu den Jägern vor den Toren Wuppertals auf eine Drückjagd. Es sind die schönsten und poetischsten Seiten des Herbstschlags.

Samstag, 24. Oktober

SWR Fernsehen, 5.30 Uhr
Luchsmord

Tatort-Kommissar Andreas Hoppe ermittelt
Zwei grausam getötete Luchse werden im Bayerischen Wald gefunden. Luchse sind extrem seltene Tiere und genießen den höchsten Schutzstatus in Deutschland. Sie zu töten, ist deshalb ein Verbrechen. Die Täter scheinen bekannt, doch bis heute konnten sie nicht überführt werden. Ein Naturkrimi, der bittere Realität ist und Naturschützer und „Tatort“-Kommissar Andreas Hoppe in den Bayerischen Wald führt. Dort versucht er mithilfe von Jägern und Naturschützern zu rekonstruieren, was passiert ist. Ein verdeckt ermittelnder Artenschutzfahnder gibt den entscheidenden Hinweis: Plötzlich führt die Spur zur Pelzmafia. Aber auch Jägerschaft und ermittelnde Behörden geraten in die Kritik. In dieser Dokumentation werden Schülerinnen und Schüler als „Detektive“ angesprochen und erhalten so einen neuen, anderen Zugang zu den Themen Artenschutz, Ökologie, Jagd und ethischer Umgang mit Tieren.

Bayerisches Fernsehen, 6.00 Uhr
Xenius: Raum für Natur

Was wir aus dem Lockdown lernen können
Füchse und Wildschweine in den Städten, Quallen in den Kanälen Venedigs, Delfine und Wale vor den Küsten der Adria – der Lockdown in der Coronakrise macht es deutlich: Die Natur erobert sofort den Raum, aus dem sich der Mensch zurückzieht. Können wir aus der Zeit des Corona-Lockdowns für die Zukunft lernen und mit wenigen Mitteln wieder mehr Lebensraum für Tiere und Pflanzen schaffen? Ja, sagt der Insektenforscher Wolfgang Weisser. Die Moderatoren Caroline du Bled und Gunnar Mergner begleiten ihn auf eine Wiese, die seit Beginn der Pandemie nicht mehr gemäht wurde.

Sonntag, 25. Oktober

3sat, 11.20 Uhr
Der Bär ist los!

Tirol und Bayern sind in Aufruhr: Braunbär Bruno geht um, und alle machen Jagd auf ihn. Bärenexperte Wolfgruber und Tierparkdirektor Rettensteiner wollen ihn fangen, andere ihn retten. Bruno wird zum Medienstar und zum Politikum. Während die Bärenschützer alle Register ziehen, um Bruno anzulocken, wartet die Jägerschaft bereits mit dem Finger am Abzug auf den Schießbefehl. „Der Bär ist los!“ ist eine turbulente Filmsatire, prominent besetzt mit Harald Krassnitzer, Fritz Karl und Nadeshda Brennicke und inspiriert vom Fall des authentischen „Problembären“ Bruno, der 2006 im Grenzgebiet zwischen Tirol und Bayern für Aufsehen sorgte und letztendlich geschossen wurde.

Montag, 26. Oktober

hr fernsehen, 10.35 Uhr
Wölfe und Herdenschutzhunde – Ungleiche Brüder

Die Wölfe sind zurück in Deutschland. Und mit ihnen die Sorgen der Schäfer um ihre Herden. Schutz sollen Herdenschutzhunde bieten. Wie zwei ungleiche Brüder sind sich Wolf und Herdenschutzhund durch ihre gemeinsamen Vorfahren verbunden. Aber während der Wolf Schafe als Beutetiere sieht, fühlt sich sein Verwandter als Mitglied der Herde, als Wolf im Schafspelz, gewissermaßen. Wo sie seit alters Herden schützen, wird der Wolf weniger als Bedrohung empfunden. Wie z.B. in den italienischen Abruzzen. Wo der Wolf sich neue Reviere zurück erobert, werden Herdenschutzhunde wieder gefragt. Wie z.B. in der Lausitz. Der Film zeigt überraschende Tierbeobachtungen, die schon zwischen Wolfs- und Hundewelpen verblüffende Parallelen erkennen lassen. Grandiose Landschaftsaufnahmen aus beiden Regionen zeigen, wie die beiden als Akteure in einer „neuen Wildnis“ wirken könnten. Denn im Schatten der Beutegreifer erleben ihre alten Gegenspieler auch in Deutschland eine ungeahnte Renaissance. In natürlicher Abneigung verbunden, könnten Herdenschutzhund und Wolf sich auf verblüffende Weise gegenseitig schützen und eine gemeinsame Zukunft haben.

Donnerstag, 29. Oktober

arte, 8.00 Uhr
Mörderische Mietze – Die Katze

Katzen gelten als niedliche Schmusetiger mit hohem Flauschfaktor. Sie werden von allen geliebt und überall auf der Welt mit großer Hingabe umsorgt. Im Internet werden wir mit Cat-Content – Katzenbildern und -videos – geradezu überflutet. Doch trotz zehntausendjähriger Domestizierung und ganz abgesehen von dem guten Image in den sozialen Medien ist und bleibt das weltweit beliebteste Haustier vor allem eins: ein Raubtier. In gefährdeten Ökosystemen wie Neukaledonien und Australien richten Katzen großen Schaden an, indem sie Jagd auf bedrohte Arten machen. Europäische Reisende und Siedler sorgten dafür, dass sich Katzen auf der ganzen Welt verbreiten. Dabei richtet die invasive Spezies zum Teil verheerende Schäden an. In einer Zeit, in der die Artenvielfalt ohnehin schon auf dem Spiel steht, sind die geschickten Fleischfresser eine immense Gefahr für viele bedrohte Tierarten. In den USA geht man davon aus, dass jährlich mehr als 1,5 Milliarden Vögel und mehr als sieben Milliarden kleine Säugetiere Katzen zum Opfer fallen. Zehn Reptilienarten wurden von Katzen bisher ausgerottet. Besonders problematisch ist die Situation in isolierten Lagen wie beispielsweise auf Inseln, wo seltene endemische Arten eigentlich keine natürlichen Fressfeinde haben. Der Dokumentarfilm zeigt Gebiete, in denen Tiere, die vom Aussterben bedroht sind, vor den Katzen geschützt werden müssen. In den gefährdeten Ökosystemen in Neukaledonien und Australien leben seltene Arten, die sich die methodischen Jäger nur allzu gerne einverleiben. Auch das Jagdverhalten der Katzen nimmt die Tierdokumentation unter die Lupe, um zu verstehen, mit welcher Strategie die „mörderischen Miezen“ vorgehen, was sie antreibt und wie geschickt sie in ihrem Jagdverhalten sind.

arte, 18.30 Uhr
Wenn Wildtiere den Wald verlassen
Große Wälder im Osten Nordamerikas

Im Osten Nordamerikas erstrecken sich riesige Wälder von Québec bis Florida. Doch der Mensch hat die Landschaft stark verändert, viele Wälder sind Städten gewichen und die Tierarten, die überlebt haben, gewöhnten sich an dieses neue Biotop, in dem es Nahrung im Überfluss und kaum natürliche Feinde gibt. Und so trifft man heute in vielen Städten der amerikanischen Ostküste Schwarzbären, Weißwedelhirsche und Waschbären an. Stadtbewohner und Wissenschaftler versuchen, Lösungen für ein möglichst harmonisches Zusammenleben von Menschen und Wildtieren zu finden. Auf den Straßen von Asheville, mitten in den Wäldern der gemäßigten Küstenregion des US-Bundesstaates North Carolina, werden seit geraumer Zeit Schwarzbären gesichtet. Hier gibt es Nahrung im Überfluss, zum Beispiel in Mülltonnen oder Vogelfutterhäusern. Seit sechs Jahren leitet Nick Gould, Forscher an der Universität von North Carolina, ein ambitioniertes Programm, um herauszufinden, wie die Schwarzbären die Stadt zu ihrem Revier gemacht haben und wie die Menschen damit umgehen. Die Schwarzbären sind nicht die einzigen Wildtiere, die sich in den Städten Nordamerikas ausbreiten. Im kanadischen Montréal, 1.600 Kilometer nördlich von Asheville, hat sich der Waschbär so perfekt an die Stadt angepasst, dass dort bis zu 40 Tiere pro Quadratkilometer leben – zehnmal mehr als in freier Natur. Auch sind die Tiere in der Stadt größer, haben mehr Nachwuchs und sind bei der Futterbeschaffung raffinierter geworden, sodass kaum noch eine Mülltonne vor ihnen sicher ist. In Washington und Umgebung sind es wiederum die Weißwedelhirsche, die sich in der Stadt angesiedelt haben: Mehrfach wurden an die hundert Hirsche pro Quadratkilometer gezählt, wodurch die Zahl der Zusammenstöße mit Autos rasant gestiegen ist: Jedes Jahr landen 30.000 Amerikaner als Folge von Verkehrsunfällen mit Tieren im Krankenhaus. Zusätzlich hat die Ausbreitung der Hirsche in Wohngebieten zu einer raschen Vermehrung der Hirschzecke und den von ihr übertragenen Krankheiten wie der Lyme-Borreliose geführt. Um die Hirschpopulation zu verringern, erlauben immer mehr Städte die gezielte Tötung der Tiere durch Jäger. Doch viele Städter sind gegen diese Methode, und so wird nun vermehrt auf die Sterilisation der Hirschkühe gesetzt. Doch wie viele Hirsche darf es geben, wenn die Zeckenpopulation verschwinden soll?

Samstag, 31. Oktober

arte, 12.00 Uhr
Wildes Deutschland: Die Elbe

Auf ihrem Weg vorbei an Tangermünde und dem Wendland bleibt die Elbe einer der natürlichsten Flüsse Europas mit Platz für Seeschwalben, Rothirsche und Neubürger wie die Waschbären.

Mittwoch, 4. November

arte, 17.50 Uhr
Unser Wild
Reh und Hirsch

Reh und Hirsch – für die einen sind sie begehrte Jagdtrophäen, für die anderen lästige Waldschädlinge. Über den richtigen Umgang mit Rehen und Rotwild wird seit Jahrzehnten heftig gestritten. Während Rehe überall frei herumlaufen können, dürfen Hirsche in Deutschland nur in eigens ausgewiesenen Rotwildbezirken leben. Im Unterschied zum Rotwild passen sich Rehe gut an veränderte Landschaften an. In einigen Regionen haben Rehe eine so hohe Bestandsdichte erreicht, dass sie die natürliche Waldverjüngung verhindern. Nach Ansicht vieler Waldbesitzer und Förster ist vor allem die falsche Art der Jagd schuld. Der Rothirsch gilt als der „König der Wälder“, und seit Jahrhunderten ist er ein Politikum. Weil die Bauern für Schäden auf Feldern und Wiesen vom Jagdpächter Entschädigung fordern können, vertreiben die Jäger den „Schädling“ in den Wald. Dem „König des Waldes“, der eigentlich ein Steppentier ist, wird sein Reich aufgezwungen. Und er schädigt es: Mangels Gras fressen Rothirsche junge Bäume und schälen Rinde ab. Während Rehe überall frei herumlaufen können, dürfen Hirsche in Deutschland nur in eigens ausgewiesenen Rotwildbezirken leben. Zwischen diesen Inseln gibt es keine Verbindung, Wanderungen sind nicht möglich. Im Unterschied zum Rotwild passen sich Rehe gut an die durch den Menschen veränderte Landschaft an und können so ständig neue Lebensräume besiedeln. Das Reh besiedelte ursprünglich Waldrandzonen und -lichtungen. Mittlerweile kommt es auch in offener, fast deckungsloser Agrarsteppe vor. Die Folgen sind dramatisch: In einigen Regionen haben Rehe eine so hohe Bestandsdichte erreicht, dass sie die natürliche Waldverjüngung verhindern. Die Maßnahmen der Schadensbegrenzung werden kontrovers gesehen. Sie reichen vom Einzäunen über eine Verringerung des Rehbestandes durch Abschuss bis hin zur wildgerechteren Waldwirtschaft. Allerdings ist jede Maßnahme mit erheblichem Aufwand verbunden. Der Hauptstreitpunkt ist und bleibt die Jagd. Die Zahl der erlegten Rehe hat in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen, aber um den Bestand so zu dezimieren, dass sich die Waldschäden verringern, würde nur eine gezielte Bejagung helfen. Nach Ansicht vieler Waldbesitzer und Förster ist vor allem die falsche Hege durch die Jäger für die hohen Rehwildbestände verantwortlich. Das einseitige Fördern von jagdlich interessanten Tieren und der Wunsch, möglichst große Trophäen zu erbeuten, gehe auf Kosten des Waldes. Von Seiten der Wildbiologen heißt es zudem, Wildfütterung sei unnatürlich, denn das Wild sei durch die lange Evolution an den winterlichen Nahrungsengpass angepasst. Fütterung sei daher oftmals kontraproduktiv, da sie die Reproduktionsrate erhöhe und damit das Wald-Wild-Problem zusätzlich anheize.

arte, 18.30 Uhr
Sein Name ist Hase

Der Feldhase zählt zu den bekanntesten Wildtieren in Deutschland. Er liebt vor allem eine strukturreiche Landschaft mit Hecken und Büschen als Deckung. Er braucht kräuterreiche Nahrung und ist meistens dämmerungs- und nachtaktiv. Leider gibt es kaum noch Nachwuchs, in vielen Regionen Europas geht der Bestand des Feldhasen stark zurück. Vor allem macht ihm die Lebensraumzerstörung durch intensive Landwirtschaft zu schaffen. Doch es geht auch anders, wie der Jäger Michael Höfler in Baden-Württemberg beweist. Für ihn ist klar: „Ohne Naturschutz überlebt der Feldhase nicht.“ Lange Ohren, braunes Fell und auf flinken Pfoten unterwegs: Der Feldhase zählt zu den bekanntesten Wildtieren in Deutschland. Er liebt vor allem eine strukturreiche Landschaft mit Hecken und Büschen als Deckung. Er braucht kräuterreiche Nahrung und ist meistens als Einzelgänger dämmerungs- und nachtaktiv. Tagsüber dagegen kann man die Langohren am besten zwischen Januar und August beobachten, wenn die Feldhasen Hochzeit halten. Doch Nachwuchs gibt es kaum noch. In vielen Regionen Europas geht der Bestand des Feldhasen stark zurück. In einigen Bundesländern Deutschlands steht er mittlerweile sogar auf der Roten Liste der bedrohten Säugetiere. Vor allem macht ihm die Lebensraumzerstörung zu schaffen. Das Gesicht unserer gewohnten Kulturlandschaft verändert sich dramatisch. Die Intensivierung der Landwirtschaft mit riesigen Monokulturen und zahllosen Maisfeldern vernichtet vielerorts noch intakte Natur – genau das ist der Hasenkiller Nummer eins. Es geht auch anders. In Deutschland leben elf Hasen pro Quadratkilometer. In einem Revier des Jägers Michael Höfler in Baden-Württemberg dagegen sind es zehnmal so viele. Für ihn ist klar: „Ohne Naturschutz überlebt der Feldhase nicht.“ Wissenschaftlerinnen der Universität Potsdam und des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin wollen wissen, warum in Nordostdeutschland die Hasenbestände drastisch zurückgehen und in Bayern noch relativ stabil sind. Wo liegt eigentlich die Hasenhauptstadt Deutschlands, und warum gibt es immer mehr Hasenfindelkinder?

Freitag, 6. November

arte, 8.00 Uhr
Wenn Wildtiere den Wald verlassen

Große Wälder im Osten Nordamerikas
Im Osten Nordamerikas erstrecken sich riesige Wälder von Québec bis Florida. Doch der Mensch hat die Landschaft stark verändert, viele Wälder sind Städten gewichen und die Tierarten, die überlebt haben, gewöhnten sich an dieses neue Biotop, in dem es Nahrung im Überfluss und kaum natürliche Feinde gibt. Und so trifft man heute in vielen Städten der amerikanischen Ostküste Schwarzbären, Weißwedelhirsche und Waschbären an. Stadtbewohner und Wissenschaftler versuchen, Lösungen für ein möglichst harmonisches Zusammenleben von Menschen und Wildtieren zu finden. Auf den Straßen von Asheville, mitten in den Wäldern der gemäßigten Küstenregion des US-Bundesstaates North Carolina, werden seit geraumer Zeit Schwarzbären gesichtet. Hier gibt es Nahrung im Überfluss, zum Beispiel in Mülltonnen oder Vogelfutterhäusern. Seit sechs Jahren leitet Nick Gould, Forscher an der Universität von North Carolina, ein ambitioniertes Programm, um herauszufinden, wie die Schwarzbären die Stadt zu ihrem Revier gemacht haben und wie die Menschen damit umgehen. Die Schwarzbären sind nicht die einzigen Wildtiere, die sich in den Städten Nordamerikas ausbreiten. Im kanadischen Montréal, 1.600 Kilometer nördlich von Asheville, hat sich der Waschbär so perfekt an die Stadt angepasst, dass dort bis zu 40 Tiere pro Quadratkilometer leben – zehnmal mehr als in freier Natur. Auch sind die Tiere in der Stadt größer, haben mehr Nachwuchs und sind bei der Futterbeschaffung raffinierter geworden, so dass kaum noch eine Mülltonne vor ihnen sicher ist. In Washington und Umgebung sind es wiederum die Weißwedelhirsche, die sich in der Stadt angesiedelt haben: Mehrfach wurden an die hundert Hirsche pro Quadratkilometer gezählt, wodurch die Zahl der Zusammenstöße mit Autos rasant gestiegen ist: Jedes Jahr landen 30.000 Amerikaner als Folge von Verkehrsunfällen mit Tieren im Krankenhaus. Zusätzlich hat die Ausbreitung der Hirsche in Wohngebieten zu einer raschen Vermehrung der Hirschzecke und den von ihr übertragenen Krankheiten wie der Lyme-Borreliose geführt. Um die Hirschpopulation zu verringern, erlauben immer mehr Städte die gezielte Tötung der Tiere durch Jäger. Doch viele Städter sind gegen diese Methode, und so wird nun vermehrt auf die Sterilisation der Hirschkühe gesetzt. Doch wie viele Hirsche darf es geben, wenn die Zeckenpopulation verschwinden soll?

Sonntag, 8. November

SWR Fernsehen, 13.00 Uhr
Der Ranger – Paradies Heimat: Wolfsspuren
Spielfilm, Deutschland 2018

Als Ranger in den kanadischen Wäldern hat Jonas Waldek (Philipp Danne) in den letzten fünf Jahren viel Erfahrung gesammelt. In seinen Heimatort Stadt Wehlen und den Nationalpark Sächsische Schweiz zurückgekehrt, ist er nun seit einigen Monaten mit seinen neuen Kollegen im Einsatz, um den Erhalt der einzigartigen Landschaft und Tierwelt zu sichern. Ein ständiger Drahtseilakt zwischen Naturschutz und wirtschaftlichen Interessen, denn vom Tourismus lebt die ganze Region. Doch Jonas ist als Ranger nicht nur Hüter und Beschützer dieser einzigartigen Naturregion, immer wieder bekommt er es auch mit akuten Notfällen im Nationalpark zu tun, die er mit großem Einsatz und Einfühlungsvermögen bewältigt.

Montag, 9. November

3sat, 11.50 Uhr
Zu Tisch … in Lettland

100 Jahre zuvor war der Biber in Lettland fast verschwunden. Doch 2011 gibt es eine wahre Biberplage, sodass der Jäger Viesturs Dreimanis und seine Männer das Nagetier bekämpfen. Dabei verbinden sie das Notwendige mit dem Nützlichen. Einst war der Biber ein beliebter und schmackhafter Fleischlieferant für die Letten, und auch das Biberfell war begehrt. Die Biberjäger kämpfen nun für eine Renaissance des Bibers als Nutztier. Sie wollen dafür sorgen, dass man mit Biberfleisch und Biberpelz in einem angemessenen Rahmen wieder Geschäfte machen kann. Angesichts der aktuellen Wirtschaftskrise, die auch bei den lettischen Forstangestellten zu schmerzlichen Lohnkürzungen geführt hat, sehen die Jäger in der Vermarktung der Biber zusätzliche Verdienstmöglichkeiten. Doch die lettische Regierung will die Jagdquote nicht erhöhen – aus Angst vor Protesten von Tierschützern. Werden es die Biberjäger schaffen, den Biber mit Unterstützung eines landesweit bekannten Spitzenkochs für die lettische Küche zu rehabilitieren?

Freitag, 13. November

arte, 16.55 Uhr
Xenius: Tierisch viel Ärger

Wenn Tier und Mensch sich in die Quere kommen
Die Bauern auf der Ostseeinsel Usedom sind saumäßig wütend auf Wildschweine. Die vermehren sich hier fast ungebremst und richten jedes Jahr größere Schäden an. Im deutschen Teil der Insel mühen sich Jäger, die Schwarzkittel zu bejagen, doch das ist leichter gesagt als getan, denn die Tiere sind äußerst intelligent. Im polnischen Teil der Insel sind ganze Rotten durch die Badeorte unterwegs. Selbst am Strand rennen sie herum. Hier werden sie nicht gejagt, sondern sogar gefüttert. Allmählich werden sie zu einer echten Plage. Wildschweine gehören zur heimischen Fauna, anders sieht es bei Nandus aus. Die straußenähnlichen Vögel kommen ursprünglich aus Südamerika und konnten sich im ehemaligen deutsch-deutschen Grenzgebiet verbreiten, nachdem ein paar von ihnen aus einer Zucht entkommen waren. Mittlerweile sind es fast 200 Tiere, die den Bauern die Ernte wegfressen und von Forst- und Landwirten als Bedrohung angesehen werden.

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