In den Medien

In den Medien

Samstag, 1. Mai

arte, 21.45 Uhr
Die Odyssee der Großtrappen
Das Comeback der Riesenvögel
Online verfügbar von 01/05 bis 31/05
Großtrappen sind die schwersten flugfähigen Vögel, die es in Deutschland gibt. Bis zu 17 Kilogramm können die Hähne wiegen. Doch ihr Schicksal schien schon besiegelt. Jagd und der Verlust an Lebensräumen hatten zur Folge, dass es vor 30 Jahren nur noch etwa 50 Tiere in mehreren isolierten Arealen gab. Nicht mehr genug, um als wildlebende Art zu bestehen. Um das drohende Aussterben abzuwenden, finden sich Wissenschaftler und Artenschützer in einer beispiellosen Rettungsinitiative zusammen. Eine Handvoll unbeirrbarer Enthusiasten in Brandenburg und Sachsen-Anhalt richtet zunächst spezielle Schutzareale ein und renaturiert schrittweise ganze Wiesenlandschaften. Gefährdete Gelege der letzten wilden Trappen werden eingesammelt und in Inkubatoren ausgebrütet. Die schlüpfenden Trappen werden von Hand aufgezogen und dann ausgewildert, also Schritt für Schritt in den wilden Bestand der Großtrappen integriert. Die Schwergewichte sind bekannt für ihre auffälligen Balzrituale. Die Hähne plustern sich auf, spreizen das Gefieder und ihr Herz schlägt bis zu 900 Mal pro Minute. In einem Großteil ihrer ursprünglichen Heimat in Osteuropa und Asien sind die imposanten Vögel bereits ausgestorben. Das mitteldeutsche Modellprojekt weckt deshalb internationales Interesse und Hoffnungen. Heute gibt es wieder über 350 Großtrappen in Deutschland. Aber an der Schwelle zum Aussterben sind Erfolge fragil. Stromleitungen und Windräder sind eine neue Gefahr. Und ungelöst bleibt der Konflikt, wie viel Platz der Natur einzuräumen wir bereit sind.

Sonntag, 2. Mai

arte, 12.15 Uhr
Vermisst – Wo sind die Vögel?
Vögel sind Nachfahren der Dinosaurier und älter als die Menschheit. Doch überall auf dem Land verschwinden sie. In Deutschland ist die Zahl der Feld- und Wiesenvögel in 30 Jahren um mehr als die Hälfte gesunken, in Frankreich um 38 Prozent. Betroffen sind auch Kiebitze, Feldlerchen und Rebhühner. Die britische Vogel-Bloggerin Mya-Rose Craig hat sich auf eine Spurensuche nach den Ursachen gemacht und dabei Wissenschaftler, Landwirte und den US-Bestsellerautoren und Vogelbeobachter Jonathan Franzen getroffen. An der Universität von Exeter haben Wissenschaftler einen europaweiten Rückgang der Vögel seit 1980 um 421 Millionen Tiere festgestellt. Statt vier Vögeln pro Einwohner gibt es heute nur noch drei oder weniger. Ein Besuch bei der französischen Vogelkoryphäe Frédéric Jiguet zeigt: Es sind vor allem die Feld- und Wiesenvögel, die verschwinden. Diese Vogelgruppe lebt dort, wo früher Kühe auf Weiden standen und Bauern auf Äckern Korn anbauten. Es gab genug Kräuter und Insekten, von denen Vögel sich ernähren konnten. Heute sind Landwirte oft gezwungen, industriell zu wirtschaften und mit Pestiziden und Herbiziden zu arbeiten. Die Untersuchungen der Wissenschaftler machen deutlich, welche dramatischen Folgen, diese Art der Landwirtschaft hat. Der Filmemacher Heiko De Groot vermittelt in seiner Dokumentation eindrücklich, wie die intensivierte Landwirtschaft das Vogelsterben verursacht und welche Bedeutung Vögel für das Überleben der Menschen haben. Die Sendung ist auch online verfügbar von 01/05 bis 29/08 auf dem Internetportal von ARTE.

Montag, 3. Mai

arte, 17.50 Uhr
Wildnis Europa (1/6)
Der Wisent
Die Wildnis Europas mit ihren Wäldern, Meeren und Nationalparks bietet einzigartige und überraschende Landschaften. Die sechsteilige Dokumentationsreihe porträtiert ihre größten, stärksten und seltensten tierischen Bewohner. In dieser Folge: Er gilt als das größte und schwerste Landsäugetier Europas, voller Kraft und Anmut – der Wisent. Fast wäre er ausgestorben. Das letzte wildlebende Exemplar wurde 1927 im Kaukasus geschossen. Langsam erobert sich der König der Wälder seinen Lebensraum zurück. Kann er sein Territorium in Zukunft behaupten? Die Dokumentation begleitet die herrschaftlichen Tiere in die ursprünglichsten und faszinierendsten Regionen Europas und zeigt die Versuche des Menschen, dem Wisent eine neue alte Heimat zu geben – von den rumänischen Karpaten über Deutschland bis hin zur niederländischen Nordseeküste. Der letzte wildlebende Wisent wurde 1927 im Kaukasus geschossen. Langsam erobert sich der König der Wälder seinen Lebensraum zurück. Im Wisentgehege Springe bei Hannover hat Thomas Hennig eine Gruppe aus zweijährigen Wisentkühen zusammengestellt. Nun sollen die Tiere endlich ausgewildert werden – in den rumänischen Karpaten. Dort gehen die Ranger Matei Miculescu und Catalin Josan täglich auf Spurensuche, um das Leben der Wisente in Freiheit zu studieren. Die meisten der dort lebenden 64 Tiere stammen aus Zoos und Aufzuchtstationen. Bisher weiß man wenig darüber, wie die Wisente mit der gewonnenen Freiheit umgehen. Die Herde steht unter Beobachtung. Während in Springe und Rumänien Wälder den Lebensraum der Wisente prägen, ist in 1.800 Kilometer Entfernung von den Karpaten ein Dünenparadies zu einer neuen Heimat für die Wildtiere geworden. Direkt an der Nordsee hat sich eine einzigartige Küstenlandschaft erhalten: der holländische Nationalpark Zuid Kennemerland. Esther Rodriguez ist Biologin und zusammen mit Ranger Ruud Maaskant für den Erhalt des vielleicht ungewöhnlichsten Lebensraums für Wisente verantwortlich. Ohne die Tiere würde das sensible Ökosystem zerstört. Die Sendung ist auch online verfügbar von 02/05 bis 01/08 auf dem Internetportal von ARTE.

Dienstag, 4. Mai

3sat, 10.15 Uhr
Karpaten – Leben in Draculas Wäldern
Kurt Mayers Karpaten-Film ist ein Zeitdokument einer sich rasch verändernden Welt. Sieben Reisen und ein ganzes Jahr waren notwendig, um den Menschen in Draculas Wäldern nahe zu kommen. Mit 1500 Kilometern sind die Karpaten der längste Gebirgszug Europas. Durch ihre wechselvolle Geschichte und nicht zuletzt durch den Eisernen Vorhang blieben weite Teile lange unbereist. Kurt Mayer folgt den Wegen des Wanderhirten Vasiles. Vasiles Jahresweg nimmt seinen Ausgang im Frühjahr mit dem Aufbruch der Herden. Einen eingeschworenen Begleiter hat er schon: Hajduk, sein junger Hirtenhund, lernt gerade, sich gegen die Gefahren des Waldes zu bewähren. Vasile genießt das unstete Leben in der Natur. Dabei begegnet er immer wieder dem ursprünglichen dörflichen Leben. Vasiles treuer Begleiter, hat viel zu lernen in diesem Jahr. Mit der erfolgreichen Abwehr eines Karpatenbären besteht er seine Feuertaufe. Der Karpatenbogen beherbergt die größte Bären- und Wolfspopulation Europas. Ohne wehrhafte, gut ausgebildete Hirtenhunde ist hier Weidewirtschaft unmöglich. Ein Karpatenwolf reißt durchschnittlich ein Schaf pro Jahr. Im internationalen Vergleich ist diese Quote sehr niedrig. Der Grund dafür: In Rumänien werden die Schafherden durchgehend von Schäfern bewacht und von intensiv trainierten Hunden gegen Angreifer geschützt. Der harte Winter hat schließlich einen romantischen Ausklang: Bunt geschmückte Reiter galoppieren durchs Dorf. Es schließt sich der Kreis. Vasile, der Schäfer aus Budesti, bekommt seine Delia, das Mädchen aus der Stadt. Der Hochzeitsschlitten entführt sie in die Weite der Schneelandschaft.

arte, 18.35 Uhr
Wildnis Europa (4/6)
Der Vielfraß
In dieser Folge: Der Vielfraß gilt als stark und angriffslustig und wird nicht ohne Grund gefürchtet. Er gehört zur Familie der Marder und ist der größte Vertreter der Art in Europa. Er ist ein unermüdlicher Wanderer, ständig in Bewegung und auf der Suche nach Nahrung. Im dünn besiedelten finnischen Niemandsland versucht der Tierfilmer Kari Kemppainen den Vielfraß anzulocken. In Finnland leben nur etwa 200 Vielfraße. Doch die richten für manche großen Schaden an: RentierzüchterInnen beklagen, dass immer wieder Rentiere von Vielfraßen gerissen werden. Der Vielfraß liebt den hohen Norden. In der unbewohnten Wildnis Skandinaviens streunt er einsam durch die Wälder und Sumpflandschaften. Er ist ein unermüdlicher Wanderer, ständig in Bewegung und auf der Suche nach Nahrung. Im dünn besiedelten finnischen Niemandsland, dem Grenzgebiet zu Russland, genießt der Vielfraß die unberührte, weite Natur. Er ist mit seinem dicken Fell und den breiten Pfoten bestens für die kalte Jahreszeit gewappnet. Der Tierfilmer Kari Kemppainen will den Vielfraß anlocken. Mit einem Köder und einem Elchgeweih als Requisite versucht er sein Glück. Geduld ist gefragt. In Finnland leben nur etwa 200 Vielfraße. Doch die richten für manche großen Schaden an: RentierzüchterInnen wie Leo Juntunen beklagen, dass immer wieder Rentiere von Vielfraßen gerissen werden. Mit seiner extremen Beißkraft kann ein Vielfraß sogar einen jungen Elch töten. Doch meistens muss er nehmen, was übrigbleibt: Als Aasfresser bedient er sich an der Beute von Wölfen oder Bären. Wenn er viel Nahrung auf einmal findet, hortet er sie in Verstecken in seinem Revier. Doch auch wenn es der Name vermuten lässt: Ein Vielfraß frisst nicht mehr als andere Tiere. Die Sendung ist auch online verfügbar von 03/05 bis 02/08 auf dem Internetportal von ARTE.

Mittwoch, 5. Mai

arte, 17.50 Uhr
Wildnis Europa (5/6)
Der Elch
In dieser Folge: Der Elch gilt als Symboltier Skandinaviens und wird „König der Wälder“ genannt. Er lebt im hohen Norden, Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt machen ihm nichts aus. Der norwegische Naturführer und Fotograf Børre Aasbø folgt den Elchen auf tagelangen Wanderungen durch die Wälder. Die meiste Zeit des Tages ist der Elch mit Fressen beschäftigt. Ein Problem für die WaldbesitzerInnen Norwegens, denn mit seinem Fressverhalten richtet der Elch große Schäden an. Die Elchjagd hat eine lange Tradition in Norwegen und ist immer wieder ein bewegendes Ereignis für Mensch und Natur. Elche gehören zu den Hirschen und sind die größten Vertreter dieser Art. Seine Überlebensstrategie ist die perfekte Anpassung an seine Umgebung. Er lebt im hohen Norden, Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt machen ihm nichts aus. Im Gegenteil, er mag es kühl und zieht sich im Sommer in den Nationalpark Jotunheimen, die „Heimat der Riesen“, zurück. Hier erhebt sich das höchste Gebirge Norwegens. Der Naturführer und Fotograf Børre Aasbø folgt den Elchen auf tagelangen Wanderungen durch die Wälder in der Nähe des Namsenfjords. Um die scheuen Tiere vor die Kamera zu bekommen, arbeitet er mit Fotofallen, die er regelmäßig kontrolliert. Die meiste Zeit des Tages ist der Elch mit Fressen beschäftigt. Besonders gern mag er die Triebspitzen junger Bäume. Ein Problem für die WaldbesitzerInnen Norwegens, denn mit seinem Fressverhalten richtet der Elch große Schäden an. Deswegen wird jedes Jahr Jagd auf ihn gemacht, streng kontrolliert von den Kommunen. Die Elchjagd hat eine lange Tradition in Norwegen und dient heute dem Schutz der Wälder. Denn außer dem Menschen hat der „König der Wälder“ in Norwegen kaum noch natürliche Feinde. Die Sendung ist auch online verfügbar von 04/05 bis 03/08 auf dem Internetportal von ARTE.


Die Sendung ist auch online verfügbar von 04/05 bis 03/08 auf dem Internetportal von ARTE.

Donnerstag, 6. Mai

arte, 7.50 Uhr
Metamorphosen – Die Wildnis kehrt zurück
Die Lausitz – Experiment Natur
Die Lausitz südöstlich von Berlin war eines der größten Braunkohlereviere Deutschlands. Gigantische Flächen wurden jahrzehntelang umgegraben – inzwischen haben die meisten Tagebaue ihren Betrieb eingestellt. Auf den ersten Blick wirken die einstigen Gruben und Abraumhalden karg und lebensfeindlich – doch gerade hier konnten sich Tiere und Pflanzen ansiedeln und entwickeln, die andernorts kaum noch Lebensräume finden. So haben Insekten, Vögel und Amphibien viele Brachen zum Leben erweckt. Wolf, Kranich und Seeadler erobern neue Naturschutzgebiete mit Sandwüsten, Feuchtgebieten, Wald und Heide. Einige der Tiere sind Generalisten, die von der Weite der Landschaft profitieren und davon, dass der Mensch sie in den Schutzgebieten nicht stört. Für andere Tierarten, die auf offene Lebensräume angewiesen sind, kann die sich schnell ausbreitende Vegetation zur Bedrohung werden. Die Naturschützer stellt dieser Wandel vor neue Herausforderungen: Wo können sie die natürliche Entwicklung zulassen, wo müssen sie gegensteuern, damit seltene Biotope nicht überwuchert werden? Offene Lebensräume wie die Heide werden gepflegt, damit sich Vögel wie der Ziegenmelker dort fortpflanzen können. Der Film begleitet ein einzigartiges Abenteuer: die Entwicklung und Gestaltung einer neuen, artenreichen Landschaft. Im Fokus stehen Naturschützer, die ihre Leidenschaft verbindet, sich auf die Spur einer vielfältigen Pflanzen- und Tierwelt zu begeben – eine Welt, mit deren Entstehen hier vor nicht allzu langer Zeit noch kaum jemand gerechnet hätte.

Freitag, 7. Mai

arte, 10.30 Uhr
Die Odyssee der Großtrappen
Das Comeback der Riesenvögel
Großtrappen sind die schwersten flugfähigen Vögel, die es in Deutschland gibt. Bis zu 17 Kilogramm können die Hähne wiegen. Doch ihr Schicksal schien schon besiegelt. Jagd und der Verlust an Lebensräumen hatten zur Folge, dass es vor 30 Jahren nur noch etwa 50 Tiere in mehreren isolierten Arealen gab. Nicht mehr genug, um als wildlebende Art zu bestehen. Um das drohende Aussterben abzuwenden, finden sich Wissenschaftler und Artenschützer in einer beispiellosen Rettungsinitiative zusammen. Eine Handvoll unbeirrbarer Enthusiasten in Brandenburg und Sachsen-Anhalt richtet zunächst spezielle Schutzareale ein und renaturiert schrittweise ganze Wiesenlandschaften. Gefährdete Gelege der letzten wilden Trappen werden eingesammelt und in Inkubatoren ausgebrütet. Die schlüpfenden Trappen werden von Hand aufgezogen und dann ausgewildert, also Schritt für Schritt in den wilden Bestand der Großtrappen integriert. Die Schwergewichte sind bekannt für ihre auffälligen Balzrituale. Die Hähne plustern sich auf, spreizen das Gefieder und ihr Herz schlägt bis zu 900 Mal pro Minute. In einem Großteil ihrer ursprünglichen Heimat in Osteuropa und Asien sind die imposanten Vögel bereits ausgestorben. Das mitteldeutsche Modellprojekt weckt deshalb internationales Interesse und Hoffnungen. Heute gibt es wieder über 350 Großtrappen in Deutschland. Aber an der Schwelle zum Aussterben sind Erfolge fragil. Stromleitungen und Windräder sind eine neue Gefahr. Und ungelöst bleibt der Konflikt, wie viel Platz der Natur einzuräumen wir bereit sind.

arte, 11.20 Uhr
Vermisst – Wo sind die Vögel?
Vögel sind Nachfahren der Dinosaurier und älter als die Menschheit. Doch überall auf dem Land verschwinden sie. In Deutschland ist die Zahl der Feld- und Wiesenvögel in 30 Jahren um mehr als die Hälfte gesunken, in Frankreich um 38 Prozent. Betroffen sind auch Kiebitze, Feldlerchen und Rebhühner. Die britische Vogel-Bloggerin Mya-Rose Craig hat sich auf eine Spurensuche nach den Ursachen gemacht und dabei Wissenschaftler, Landwirte und den US-Bestsellerautoren und Vogelbeobachter Jonathan Franzen getroffen. An der Universität von Exeter haben Wissenschaftler einen europaweiten Rückgang der Vögel seit 1980 um 421 Millionen Tiere festgestellt. Statt vier Vögeln pro Einwohner gibt es heute nur noch drei oder weniger. Ein Besuch bei der französischen Vogelkoryphäe Frédéric Jiguet zeigt: Es sind vor allem die Feld- und Wiesenvögel, die verschwinden. Diese Vogelgruppe lebt dort, wo früher Kühe auf Weiden standen und Bauern auf Äckern Korn anbauten. Es gab genug Kräuter und Insekten, von denen Vögel sich ernähren konnten. Heute sind Landwirte oft gezwungen, industriell zu wirtschaften und mit Pestiziden und Herbiziden zu arbeiten. Die Untersuchungen der Wissenschaftler machen deutlich, welche dramatischen Folgen diese Art der Landwirtschaft haben. Der Filmemacher Heiko De Groot vermittelt in seiner Dokumentation eindrücklich, wie die intensivierte Landwirtschaft das Vogelsterben verursacht und welche Bedeutung Vögel für das Überleben der Menschen haben.

Samstag, 8. Mai

3sat, 15.35 Uhr
Wildes Borkum
Borkum ist die größte der sieben Ostfriesischen Inseln. Weit über die Hälfte der Fläche steht unter Naturschutz und bietet Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen. Christoph Müller ist der letzte Schäfer auf den Ostfriesischen Inseln. Seine Moorschnucken arbeiten als Landschaftspfleger im Osten von Borkum. Die Dokumentation zeigt die facettenreiche Natur der Insel Borkum im Wandel der Jahreszeiten. Jonny Böhm ist der Hegeringleiter von Borkum. Gemeinsam mit seinem Jagdkollegen Christian Fink und der Borkumer Jägerschaft kümmert er sich ehrenamtlich um die Inselwildnis. Als Wattjagdaufseher sind sie auch für die Rettung verwaister Heuler zuständig. Für Seehunde ist Borkum eine Art Hotspot: Auf der riesigen Sandbank direkt vorm Hauptstrand ruhen sich oft Hunderte der Meeressäuger aus. Mitte Juni, wenn die Muttertiere ihre Jungen bekommen, sind Jonny Böhm und Christian Fink fast täglich im Einsatz. Der Tüskendörsee liegt direkt hinterm Deich. Hier finden viele seltene Brut- und Zugvögel ein reiches Nahrungsangebot. Martina Flerlage leistet ein Jahr lang Bundesfreiwilligendienst auf Borkum und arbeitet für den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer und den Naturschutzbund NABU. Die Vogelbeobachtung hat sich bei ihr zur Leidenschaft entwickelt.

Montag, 10. Mai

3sat, 21.00 Uhr
NETZ NATUR
Wildschweine gehen viral
Die Naturreportage aus der Schweiz
Wildschweine lassen niemanden kalt – weder durch ihren herben Charme, noch durch die Ängste oder den Ärger, die sie verursachen. Und nicht zuletzt als Träger von Viren. Schweine und Viren sind ein Spiegel der Gesellschaft und werden so zum Lehrstück. Sie werfen Gedanken und Fragen auf, die helfen, sie besser zu verstehen und zu lernen, mit ihnen umzugehen – mit den Launen der Natur, die die Menschen immer wieder fordert. Der „Ach, wie niedlich!“-Effekt ist garantiert, wenn winzige Frischlinge ihre Schweine-Näschen aus dem großen warmen Schilfnest an die kühle Luft strecken. Keine Frage – Wildschweine wecken Emotionen: Entzücken bei Zoobesuchenden vor einer munteren Schar gestreifter Frischlinge. Bei Jägern, die den Abschuss von Wildschweinen als besondere Herausforderung empfinden. Bei den Bauern, deren Maisfelder und Wiesen immer wieder von Wildschweinrotten auf ihre Art „abgeerntet“ und umgepflügt werden. Wildschweine sind in der Landwirtschaft auch deshalb gefürchtet, weil sie verschiedene Krankheitserreger verbreiten und auf Hausschweine übertragen können. Beispielsweise die gefürchtete Afrikanische Schweinepest, ein Virus, das im September 2020 von Wildschweinen aus Polen nach Deutschland eingeschleppt wurde. Auch in der Schweiz wappnet man sich, weil man damit rechnet, dass diese gefürchteten Viren dort wilde Schweine befallen und so zur Gefahr für heimische Schweinezuchten werden könnten. Doch wie gelangte dieses Virus, das ursprünglich aus Warzenschweinen in Afrika stammt, auf Schweine in Europa und auf andere Kontinente? Weshalb sind die wilden und domestizierten Grunzer für verschiedene Viren so empfänglich – etwa für Grippeviren, die regelmäßig auch Menschen befallen? Welche Rolle spielen Viren in der Natur? Und wie gehen die Menschen damit um? „Netz Natur“ schaut mitten in der aktuellen Corona-Pandemie hinter die Kulissen täglicher Schlagzeilen und zeigt erstaunliche Zusammenhänge: Etwa, dass Menschen Gen-Teile von Viren ganz normal im Erbgut tragen, weil diese Viren einst die Evolution bestimmter Organe und Lebensprozesse mitgestaltet hatten. Der Blick aufs Ganze zeigt: Viren gab es wohl bereits vor der ersten, lebenden Zelle vor mehr als drei Milliarden Jahren. Und allein das schon sagt etwas darüber aus, welch ungeheuer wichtige Rolle sie für die Natur und die Entwicklung des Lebens insgesamt haben: Viren, diese mysteriösen, mikroskopischen Partikel aus Fetten, Eiweißen und Erbmaterial mit genetischen Informationen, die nicht einmal als Lebewesen gelten, können uns bedrohen und unser gewohntes Leben tüchtig durcheinanderbringen.

Dienstag, 11. Mai

3sat, 13.15 Uhr
Waldrapp – Ein Vogel im Aufwind
Der Waldrapp ist eine Vogelart, die vor 350 Jahren in den Alpen ausgestorben ist. Heute kämpfen Biologen um seine Rückkehr. Der Versuch, Nachkommen von Waldrappen aus Nordafrika in Österreich freizulassen und ihnen beizubringen, wie ihre fernen Vorfahren im Winter nach Süden zu ziehen, zeigt erste Erfolge.

3sat, 14.00 Uhr
Der Flug des Seeadlers
Rund um das Gebiet des Kleinplattensees in Ungarn lebt der größte Greifvogel Europas: der Seeadler. Der Film erzählt die Lebensgeschichte des Seeadler-Männchens Viktor. Einst war der Seeadler in Europa weit verbreitet. Doch durch Verfolgung, den Einsatz von Pestiziden und die Zerstörung seines Lebensraums wurde er im 19. und 20. Jahrhundert fast ausgerottet. Heute umgibt den Kleinplattensee wieder eine ausgedehnte Teichlandschaft. Darin leben viele Tieren, die den Seeadlern als Nahrung dienen, und hohe, kräftige Bäume, auf denen sie ihre Horste bauen.

Mittwoch, 12. Mai

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Wildes Deutschland – Der Spreewald
Bis heute gibt es im Spreewald verborgene Winkel, die bisher kaum ein Mensch betreten hat. Hier haben sich Schwarzstorch, Kranich und Seeadler zurückgezogen und die fischreichen Gewässer bieten dem scheuen Fischotter ideale Lebensbedingungen. Kultur, Natur und Tourismus – scheinbar Widersprüchliches – wird im Spreewald bewahrt, der 1990 zum UNESCO Biosphärenreservat erklärt wurde. Südöstlich von Berlin erstreckt sich eine beeindruckende Flusslandschaft, hier beendet die Spree ihren zügigen Lauf und wandelt ihre Gestalt. Sie teilt sich auf in ein Geflecht aus unzähligen Wasserläufen und Inseln: den Spreewald. Dorthin haben sich Schwarzstorch, Kranich und Seeadler zurückgezogen. Die fischreichen Gewässer bieten dem scheuen Fischotter ideale Lebensbedingungen und im Herbst sind die Rufe der Rothirsche aus den Erlenbrüchen zu hören. Die Spree ist Brandenburgs attraktivster Fluss, der Spreewald eines der reizvollsten und beliebtesten Reiseziele. Sein Binnendelta ist eine uralte Kulturlandschaft, Siedlungsgebiet der westslawischen Sorben, die eng mit ihrem Lebensraum verbunden sind. Gleichzeitig ist der Spreewald ein einmaliges Naturjuwel und wurde 1990 zum UNESCO-Biosphärenreservat erklärt. Der Filmautor erzählt von einem ungewöhnlichen Lebensraum, der vom Menschen stark beeinflusst und dennoch naturnah ist. Vorgestellt werden seine traditionsbewussten Bewohner, die Sorben. Im idyllischen Dorf Lehde liegen Höfe, viele von ihnen sind nur mit dem Kahn zu erreichen. Aufnahmen aus dem Heißluftballon zeigen den Spreewald aus luftiger Perspektive. Extreme HD-Zeitlupen von Prachtlibellen, Eisvögeln und Fischottern sowie Zeitrafferaufnahmen gewähren Einblicke in die Welt der tierischen Bewohner des Wasserlabyrinthes.

Freitag, 14. Mai

WDR Fernsehen, 7.50 Uhr
Planet Schule
Familie Wolf – Gefährliche Nachbarn?
Wölfe breiten sich in Deutschland immer mehr aus. Gleichzeitig nimmt das uralte Unbehagen vor den Raubtieren zu. Doch wie gefährlich sind sie wirklich? Um dies heraus zu bekommen, legte sich Tierfilmer Sebastian Koerner zwei Jahre lang auf die Lauer. Mit Hilfe seiner Aufnahmen und einer Vielzahl von versteckten, automatisch filmenden Videofallen gelang erstmalig ein hautnaher Einblick in das Privatleben bei „Familie Wolf“ im Herzen Deutschlands. Alle Aufnahmen stammen ausnahmslos aus der freien Natur. Kein Bild für diese Dokumentation wurde in einem Gehege oder mit zahmen Wölfen gedreht. So entstand die unglaubliche Geschichte einer ganz besonderen Wolfsfamilie an einem ungewöhnlichen Ort. Das porträtierte Rudel um den Rüden ¿Leo‘ hat sein Revier auf dem Truppenübungsplatz Munster-Nord in Niedersachsen. Einige Tiere aus dieser Familie sorgten für Schlagzeilen. Als sie sich ungewöhnlich nah Autos und Spaziergängern näherten, wurden sie zu „Problemwölfen“ erklärt. Ihr auffälliges Verhalten endete mit dem ersten staatlich genehmigten Abschuss eines der streng geschützten Tiere in Deutschland. Wer sind diese Wölfe? Woher kamen sie? Warum haben sich einige von ihnen anders verhalten als die meisten ihrer Artgenossen? Der Film begibt sich auf eine spannende Spurensuche. Dabei lernt der Zuschauer Wölfe als soziale Familienwesen kennen, die sich neugierig, verspielt und vorsichtig verhalten. Es gelang den Filmemachern, ungewöhnliche Begegnungen sowohl mit Menschen wie mit anderen Wildtieren in ihrer Nachbarschaft zu dokumentieren. Vor dem Hintergrund neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und intensiver Recherchen erzählt „Familie Wolf“ eine wahre Geschichte voller Leben, Freuden, Dramen und Tod. Sie zeigt, wie gut sich die wilden Wölfe in unserer Kulturlandschaft zurechtfinden, aber auch, was schief laufen kann, wenn die Menschen falsch reagieren.

Samstag, 15. Mai

Bayerisches Fernsehen, 6.00 Uhr
Rehe und Rotwild – Was im Konflikt zwischen Wild und Wald hilft
Ein Reh fangen – das versuchen die „Xenius“-Moderatoren Caroline du Bled und Gunnar Mergner in der Haute-Marne. Sie wollen ihm einen GPS-Sender verpassen. Forscher erhoffen sich, so mehr über Rehe zu erfahren, denn Förster klagen, dass das Wild Bäume verbeißt. Mit einer Winterfütterung versuchen deutsche Jäger, den Verbiss zu minimieren. In einigen Bundesländern sperrt man Rotwild in spezielle Gebiete ein. Doch diese Lösungen erscheinen einigen Forschern kontraproduktiv.

3sat, 16.00 Uhr
Wild, grün und atemberaubend
Mecklenburg-Vorpommern natürlich
Die spannendsten Geschichten schreibt die Natur: In den Lagunen der Vorpommerschen Boddenlandschaft, in den drei Nationalparks oder in den Weiten der Seen-, Wald- und Wiesenlandschaften von Mecklenburg-Vorpommern. Wenn im Herbst bis zu 70.000 Kraniche an der Küste Rast machen, sucht der Naturfotograf Jürgen Reich den besten Ort für sein Versteck, um das grandiose Naturschauspiel hautnah zu erleben. Zehn Jahre hat es gedauert, bis ihm jetzt die perfekten Aufnahmen gelingen. Ganz leise und immer gegen den Wind pirscht sich im Nationalpark Müritz Revierförster Wolfgang Schröder an. Gleich mehrere kapitale Hirsche kommen jedes Jahr in der Brunftzeit zu diesem geheimen Platz. Nach kräftezehrenden Wochen sind sie völlig erschöpft. Einige hundert Kilometer entfernt versucht der Wolfsbeauftragte von Mecklenburg-Vorpommern, Norman Stier, den besenderten Wolf „Arno“ wiederzufinden. Er hat vor, auch weiteren Tieren einen Sender umlegen. So will er mehr über das Verhalten der Tiere erfahren. Ein schwieriges Vorhaben. Doch Norman Stier gelingen sensationelle Aufnahmen. Ein Jahr lang, vom Herbst bis zum Sommer, sind wir mit Kamerateams im ganzen Land an besonderen Orten unterwegs. Treffen Menschen, die sich speziellen Herausforderungen in der Natur stellen oder von und mit ihr leben. Bei strengen Temperaturen im Winter tauchen einige Forschungstaucher ein in die Unterwasserwelt vor Arkona und in die strikt geschützten Nationalparkgewässer. Sie erleben die Kreideriffs und deren Bewohner von einer ganz anderen Seite. Vor Rügen landen Kraniche im Schneegestöber. Ein Nandu-Vater brütet im Frühjahr am Schaalsee seine Jungen aus. „Aalfred“ geht im Sommer auf Seeadler-Tour in der Feldberger Seenlandschaft. Und im Sternberger Seenland ist Fischer Frischke mit „Fisch-Ernie“ und 500 Aalpuppen im Einsatz. Und während des ganzen Jahres ist der Naturfotograf Jürgen Reich den Kranichen auf der Spur und erlebt schöne wie auch dramatische Ereignisse. Eineinhalb Stunden spannende und unterhaltsame Geschichten aus der Natur mit interessanten Menschen, die uns mitnehmen bei ihren außergewöhnlichen Einsätzen. Faszinierende Bilder von Landschaften und Tieren aus der Luft, von Land und unter Wasser.

Sonntag, 16. Mai

arte, 12.05 Uhr
Wildes Dänemark
Der Wald
Die Reihe zeigt das Leben des dänischen Tierreichs – Geschichten von Geburt und Tod, Paarung und Hunger, Beutezügen und Zärtlichkeit – und ist ein Ausdruck des Wunsches, die wilde Welt vor der Haustür wiederzuentdecken. Die erste Folge der fünfteiligen Dokumentationsreihe führt in die Wälder Dänemarks und gibt Einblicke in das Leben von Füchsen, Adlern, Mäusen, Grünspechten, Mardern und Rehkitzen. Heute sind nur noch etwa 15 Prozent der Fläche von Dänemark mit Wäldern bedeckt. Im Laufe der Jahrhunderte wurden zahlreiche Waldstücke gerodet, um Platz für Ackerland zu schaffen. Einige der Gebiete wurden zwar wieder aufgeforstet, doch Büsche und Pflanzen entfalten sich zwischen den akkurat gepflanzten Baumreihen nicht so gut wie in einem natürlich gewachsenen Wald. Die dänische Regierung bemüht sich nun, das ursprüngliche Ökosystem wiederherzustellen und die verbleibenden Tier- und Pflanzenarten bestmöglich zu schützen, um die Artenvielfalt in Dänemarks Wäldern nachhaltig zu verbessern. Weitere Folgen sind im Anschluss zu sehen.

Montag, 17. Mai

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Vom Woife und dem Wald
Im Bayerischen Wald päppelt Wolfgang Schreil – besser bekannt als „Woid Woife“ verletzte oder verwaiste Waldtiere auf und entlässt sie wieder in die Freiheit. Und von hier aus startet der Woife seine zahlreichen Wanderungen in den Wald. Im Bayerischen Wald lebt Wolfgang Schreil – besser bekannt unter seinem Spitznamen „Woid Woife“. Sein ganzer Stolz ist ein Bauwagen, der am Rande seines Heimatdorfes Bodenmais steht. Unter den Fichten, zwischen Eichhörnchen und Waldvögeln, findet der Waidler täglich seinen Seelenfrieden. Hier päppelt er verletzte oder verwaiste Waldtiere auf und entlässt sie wieder in die Freiheit. Und von hier aus startet der Woife seine zahlreichen Wanderungen in den Wald. Die Kamera ist meistens mit dabei. Denn seit ein paar Jahren ist der ehemalige Totengräber leidenschaftlicher Hobby-Fotograf. Seine Lieblingsmotive sind natürlich die Tiere des Bayerischen Waldes. Dieses Jahr möchte der Woife ein ganz besonderes Foto in freier Wildbahn schießen: einen Rothirsch bei der Brunft. Das Spektakel findet nur an ein paar wenigen Tagen im Herbst statt. Er muss dann zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Also behält der Woife das Rotwild vom Winter bis zum Herbst so gut wie möglich im Auge. Filmemacher Ben Wolter und sein Filmteam haben ihn auf seinen Spaziergängen durch die Jahreszeiten begleitet.

Samstag, 22. Mai

Bayerisches Fernsehen, 9.30 Uhr
Welt der Tiere
Al Maha – Im Visier des Falken
Die Falknerei hat in arabischen Ländern eine lange Tradition. Das Training und die Jagd mit den edlen Vögeln sind zugleich Sport und Leidenschaft. Majestätische Greifvögel ziehen ihre Kreise über der endlosen Wüste im Morgengrauen. Dabei werden ihre Flugkünste im ersten Nationalpark Dubais von den wachsamen Blicken der Falkner verfolgt. In arabischen Ländern hat die Falknerei eine lange Tradition. Das Training und die Jagd mit den edlen Vögeln sind zugleich Sport und Leidenschaft. Nun ist sie auch Ursprung eines Naturschutzprojektes der besonderen Art, denn in Dubai werden Falken eigens gezüchtet, um sie wieder in die Freiheit zu entlassen. Demnächst sollen sie ihren ursprünglichen Lebensraum zurückerobern und die natürliche Population stärken.

Montag, 24. Mai

tagesschau24, 20.15 Uhr
Wildes Deutschland – Die Müritz
Die Müritz ist mit 117 Quadratkilometern der größte See auf deutschem Gebiet, aber er ist bei weitem nicht der einzige im Nordosten der Republik. Allein die Mecklenburgische Seenplatte zwischen Waren und Feldberg umfasst etwa 2000 Seen. Dank des Müritz-Nationalparks leben hier viele verschiedene Tierarten. Die Hälfte aller in Deutschland ansässigen Kraniche brütet in Mecklenburg-Vorpommern, der Fischadler ist der Charaktervogel an der Müritz, der quirlige Fischotter geht hier auf die Jagd und bedrohte Rotmilane kreisen am Himmel. Fred Bollmann kennt den Nationalpark wie kaum ein anderer. Der ehemalige Ranger und ehrenamtliche Naturschützer setzt sich aktiv für den Erhalt ’seiner‘ Wildnis ein. Zwei Jahre dauerten die Dreharbeiten für diesen Film aus der Reihe Wildes Deutschland. Dabei entstand ein einzigartiges Porträt dieser Region.

Dienstag, 25. Mai

SWR Fernsehen, 18.15 Uhr
natürlich
Natur und Umwelt im Südwesten
Sie pflegen verletzte Waldkäuze, Falken oder Uhus, bis sie die Vögel wieder in die Freiheit entlassen können: Maik Heublein und Vivien Traxel von der Nabu-Greifvogelstation in Haßloch/Pfalz. Beide haben eine Jäger- und Falkner-Ausbildung und kümmern sich voller Hingabe um die verletzten Vögel. SWR Moderatorin Tatjana Geßler begleitet die beiden mit fantasievollen Tätowierungen geschmückten Vogelfreunde bei der Arbeit und ist auch bei der Auswilderung eines genesenen Turmfalken dabei.

Freitag, 28. Mai

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Der Punkvogel kehrt zurück
Der exotisch anmutende Waldrapp gehört zu den am stärksten bedrohten Vogelarten weltweit, nur im Zoo gibt es noch einige Exemplare. In freier Wildbahn ziehen die Ibisvögel im Winter nach Italien, doch die Vögel aus dem Zoo kennen den Weg nicht. Deswegen wurde ein Experiment gestartet, in dem Vogelküken auf Menschen geprägt wurden und diesen über die Alpen folgen sollten. Ein Abenteuer für Mensch und Vogel. Bis ins 17. Jahrhundert war der Waldrapp in Europa verbreitet, doch weil das Fleisch als Delikatesse galt, wurde er in Europa gejagt und letztlich ausgerottet. Es gibt ihn bei uns nur noch im Zoo. Der Biologe Johannes Fritz hat es sich mit seinem Team zur Aufgabe gemacht, den Waldrapp in Bayern wieder auszuwildern. An der mächtigen Wehrmauer von Burghausen haben er und sein Team spezielle Nistplattformen gebaut und eine Brutkolonie aufgebaut. Parallel dazu werden in Wien Küken aus dem Zoo von Hand aufgezogen und so stark auf ihre menschlichen Vogelmütter geprägt, dass sie ihnen im Herbst hoffentlich über die Alpen nach Italien folgen. Waldrappe sind Zugvögel. Das macht es besonders schwierig, sie auszuwildern, denn die Zootiere kennen den Weg ins warme, italienische Winterquartier nicht mehr. Deshalb muss das Team um den Biologen Johannes Fritz den Tieren die Flugroute in einem aufwendigen Training beibringen. Damit sie dem Fluggerät im Spätherbst überhaupt folgen, werden die Küken von ihren menschlichen Müttern aufgezogen und stark auf sie geprägt. Über ein halbes Jahr lang verbringen Corinna, Anne, Lara und Pablo rund um die Uhr bei ihren Ziehkindern, zwischen den Jungvögeln und den Menschen entsteht eine innige Beziehung. Am Ende steht der gemeinsame Flug über die Alpen – die Ziehmütter im Leichtflugzeug, die Vogelkinder hinterher. Und wenn sie diesen Weg einmal geflogen sind, dann kennen sie ihn ein Vogelleben lang, und können ihn an ihre eigenen Küken weitergeben. Aber auf dem Weg über die Alpen lauern viele Gefahren.