In den Medien

In den Medien

Mittwoch, 3. März

arte, 16.55 Uhr
Der bunte Hund
Fellfarbe und ihre Bedeutung
Sie sind schwarz, braun, gefleckt oder schneeweiß: Die Fellfarben bei Hunden sind so vielfältig wie die Vorlieben der Herrchen. Doch egal wie ausgefallen die Hunde aussehen, sie stammen allesamt von grauen Wölfen ab. Erst mit der Domestizierung wurden ihre Felle immer bunter. In jedem fünften deutschen Haushalt lebt ein Hund, in Frankreich sogar in jedem dritten. Die meisten von ihnen sind nicht etwa für bestimmte Aufgaben, sondern hinsichtlich ihres Aussehens gezüchtet. Der eine Besitzer mag edles Rotbraun, der andere liebt schwarze Punkte. Doch wie kommt es zu dieser Vielfalt? Was steckt hinter den Fellfarben? Die „Xenius“-Moderatoren Dörthe Eickelberg und Pierre Girard machen sich dort auf Spurensuche, wo sie selbst Hundefell sehen und anfassen können. Pierre geht zum Friseur – genauer gesagt: zu einer Hundefriseurin. Bei Sylke Beer in Potsdam macht er Bekanntschaft mit Mischling Ray und erfährt, wie man Unterwolle auskämmt und warum Fellpflege so wichtig ist. Dörthe ist unterdessen mit dem Veterinär Professor Achim Gruber auf einer Hundewiese verabredet. Beim Spielen mit den turbulenten Vierbeinern und erlebt sie Farbvielfalt live. Doch diese hat auch Schattenseiten, wie Dörthe erfährt. Warum sind so viele Dalmatiner taub und was hat das mit ihren Punkten zu tun? Warum können bestimmte Modefarben die Hunde krank machen? Und was müsste die Zucht besser machen? Hinter den Fellfarben von Hunden verbirgt sich mehr als schönes Aussehen.

Freitag, 5. März

arte, 7.05 Uhr
GEO Reportage
Dem Wolf auf der Spur
Schnüffeln für den Artenschutz
Hundert Jahre lang galt er als beinahe ausgerottet. Doch in den 90er Jahren kehrte er nach Deutschland zurück: der Wolf. Die Wildbiologin Lea Wirk und ihre Labrador-Hündin Molly suchen in den Wäldern Sachsens und Brandenburgs Spuren des scheuen Raubtiers. Sie arbeitet seit mehreren Jahren für ein Institut für Wolfsforschung in der Lausitz – dort leben die meisten Wölfe in Deutschland. Ihre Arbeit ist wichtig, um einen Überblick darüber zu bekommen, wie viele Wölfe es wirklich gibt. Naturschützer freuen sich über seine Rückkehr. Schafhalter hingegen sehen das Comeback des Wolfs sehr kritisch. Die Lausitz – Heimat der größten Wolfspopulation Deutschlands. Vor über zwei Jahrzehnten ist das Raubtier hierher zurückgekehrt. Die Wildbiologin Lea Wirk erforscht die Reviere der Wölfe zusammen mit Molly, ihrer ausgebildeten Wolfsspürhündin. Sie wollen die Wolfs-Population im Blick behalten – vor allem den Nachwuchs, die Welpen. Jeder Tag ist eine neue, immer wieder überraschende Spurensuche. Lea Wirk und ihre KollegInnen sammeln Daten, aus denen sie abzulesen versuchen, wie viele Wölfe in den verschiedenen Territorien der Region unterwegs sind. Was fressen sie, wie bewegen sie sich, wie verschieben sich die Grenzen ihrer Reviere und wie sieht es mit Nachwuchs aus? Denn eine ausreichende Zahl an Welpen ist wichtig für den Wolf, um sich dauerhaft in ganz Deutschland zu etablieren. Doch wie kommt man den scheuen und klugen Wildtieren auf die Spur? Spürhündin Molly ist darauf trainiert, Wolfskot zu suchen. Anhand dieser und weiterer Spuren wie Fellhaaren, Pfotenabdrücken oder Bildern aus Kamerafallen rekonstruiert Lea den aktuellen Zustand und die Entwicklung der lokalen Wolfspopulationen – das sogenannte Wolfsmonitoring. Leas und Mollys Einsatzgebiet ist die Lausitz, ein im Süden Brandenburgs und im östlichen Teil Sachsens gelegener Landstrich. Um die 30 Wolfsterritorien gibt es hier – es ist das dichteste Vorkommen in Deutschland. Wölfe leben in Rudeln. Diese Familienverbände bestehen aus einem Wolfspaar, dessen Welpen und dem Nachwuchs des Vorjahres. Solange die Welpen klein sind, werden sie vom Rudel mitversorgt. Nach spätestens zwei Jahren wandern sie ab, um selbst ein Rudel zu gründen. So hilft der Nachwuchs, neue Gebiete in Deutschland zu besiedeln und das Wolfsvorkommen weiter zu stabilisieren. Doch was den Wolf freut, sorgt bei anderen für Unbehagen: Schafhalter Rainer Fehrmann hat auf dem Acker vor seiner Weide verdächtige Spuren entdeckt. Ein Wolf auf der Suche nach leichter Beute?

Sonntag, 7. März

hr fernsehen, 14.15 Uhr
erlebnis hessen
Unbekannter Seulingswald
Ein früher Herbstabend im Seulingswald. Jungförster Johannes Thomas und der „alte Fuchs“ Wilhelm Weber wollen gleich Hirsche beobachten, sich anschleichen, ganz dicht ran. Es ist Brunftzeit des Rotwildes und Hochsaison für die Jagd. „Auf die Pirsch“ gehen will gelernt sein, und Wilhelm Weber ist ein Meister auf diesem Gebiet. Johannes Thomas bekommt hier im Seulingswald den letzten Schliff, meist bei Iris Beisheim, der Försterin im Revier Bengendorf. Försterausbildung in einem Wirtschaftswald. Der Seulingswald ist charakterisiert durch seine Lage an der Grenze zu Thüringen, der früheren Zonengrenze, durch den Bergbau, der hier überall seine Spuren hinterlassen hat, und durch die Autobahn, die das Waldgebiet durchschneidet. Johannes Thomas, der Forsteleve, stammt vom Meißner, er möchte später auch gern im Hessischen arbeiten. Viel Theorie hat er von der Universität mitgebracht, jetzt „lernt er Wald“: Bäume markieren, geschlagenes Holz aufmessen, protokollieren und elektronisch weitergeben, Hochsitze kontrollieren, Pläne erstellen für Wirtschaftsmaßnahmen. Der 10.000 Hektar große Seulingswald ist wohl das unbekannteste der hessischen Waldgebiete. Dabei kam schon Martin Luther hier durch, auf dem Weg nach Worms, mittendrin fand man jüngst eine von überhaupt nur zwei in Hessen dokumentierten Wolfsgruben, in denen früher Wölfe gefangen wurden, hier findet man noch einige der selten erhaltenen Hohlwege, über die früher die Kutschen auf den alten Fernwegen fuhren. Bei den Filmaufnahmen wird überdies in einem alten Bergwerksstollen das Höhlentier des Jahres 2018 entdeckt: der schwarze Schnurfüßer. Ein vielseitiger Forst, dieser Seulingswald, findet auch Jungförster Johannes Thomas.

Dienstag, 9. März

arte, 7.05 Uhr
GEO Reportage
Die Eifel und ihre Eulen-Hüter
Ob nun die Schleiereule mit ihrem weißen herzförmigen Gefieder im Gesicht, der Uhu mit seinen charakteristischen Federohren, die er anlegen oder aufstellen kann oder der Steinkauz mit seinen großen leuchtend gelben Augen: Sie sind alle Vertreter der Ordnung der Eulen. Die Könige der Nacht sind lautlose Jäger – und doch zahlreichen Gefahren ausgesetzt. Engagierten Eulenschützern ist es zu verdanken, dass sich die Eulenpopulation in Deutschland und Europa langsam erholt. Doch was so einfach klingt, ist eine Aufgabe in der viel Herzblut und Leidenschaft steckt. „GEO-Reportage“ zeigt die wichtige Arbeit verschiedener Eulen! Im Mittelalter gefürchtet als Hexenvögel und Todesboten, seit jeher aber auch verehrt als Symbole der Weisheit und als Glücksbringer. Heute sind die nachtaktiven Vögel wieder auf dem Vormarsch und in ganz Europa streng geschützt. Es gibt 13 europäische Eulenarten. Die kleinste ist der sehr seltene Sperlingskauz, die größte der Uhu mit einer Flügelspannweite von bis zu 1,70 Metern. In der Eifel lebt der dichteste und am besten untersuchte Uhu-Bestand Deutschlands. Dank engagierter und leidenschaftlicher „Eulenhüter“.Mitte des 20 Jahrhunderts war der Uhu fast vollständig ausgerottet. Als Konkurrent der Jägerschaft wurde er rigoros bejagt, aus Aberglaube an Scheunentore genagelt, seine Jungen gestohlen und verkauft. Inzwischen gibt es ihn wieder zahlreich auch in Deutschland. Stefan Brücher betreut seit über 40 Jahren die Uhus der Eifel – inzwischen 164 Brutpaare. Wenn der Frühling kommt, stehen für den Uhu-Schützer arbeitsreiche Monate an, es beginnt die Brutzeit. Sein Ziel ist es nicht nur, den Bestand wiederaufzubauen, sondern auch dafür zu sorgen, dass die Gefahren für alle Eulen erkannt und minimiert werden. Er seilt sich an Felswänden ab und klettert auf Feuerleitern, um junge Uhus zu beringen. Auch um kranke oder verwaiste Jungtiere kümmert er sich, liefert sie in Pflegestellen ein. Ein junger Uhu mit hängenden Flügeln bekommt in der Wildvogelpflegestation Kirchwald eine zweite Chance. Immer wieder finden aber auch Spaziergänger oder Anwohner hilfsbedürftige Eulen. Eine von Rabenvögeln verletzte Steinkauz-Mutter und ihre Kinder finden Hilfe bei Sylvia Urbaniak, Mitgründerin der Greifvogelhilfe Rheinland. Hingebungsvoll päppelt sie die ihre Findlinge wieder auf, um ihnen schließlich ein zweites Leben in Freiheit zu schenken. Auch Peter Müller und seine Frau Rita sind seit Jahrzehnten leidenschaftliche Eulenhüter. Ihrem unermüdlichen Engagement ist zu verdanken, dass die Steinkäuze im Kreis Euskirchen wieder Nistplätze und geeignete Jagdreviere finden. Was die Zukunft für die Uhus angeht, ist Stefan Brücher vorsichtig optimistisch: „Die Uhus werden in der Eifel überleben, da bin ich mir eigentlich sicher, was spannender ist, ist wie es drum herum ist. Die Eifel ist ja schon ein Stück Welt, das, ich sag mal Uhus produziert, die in alle Himmelsrichtungen fliegen und ob in Holland, Belgien und Frankreich irgendwann die Uhus wieder relativ normal sein werden, das hoffe ich, aber ich weiß es nicht“.

arte, 18.30 Uhr
Invasion der kleinen Räuber
Goldschakal, Marderhund und Waschbär
Sie sind immer hungrig, sie werden immer mehr und sie nehmen Einfluss auf den Naturkreislauf. Denn die heimische Tierwelt ist nicht auf eingeschleppte oder eingewanderte Räuber wie Waschbär, Marderhund, Mink und Goldschakal eingestellt. Umweltschutzorganisationen in Deutschland schlagen Alarm. Die Zahl der eingeschleppten und eingewanderten Kleinbären und kleinen Raubtiere steigt und steigt. In Deutschland steht ein „Mehrfrontenkrieg“ bevor. Von Norden her drängen Waschbär, Mink und Marderhund nach Bayern, Österreich und Frankreich. Aus dem Süden kommt der eigentlich in Südosteuropa und in Afrika heimische Goldschakal. Wie viele dieser vor allem nachtaktiven Räuber sich in Deutschland aufhalten, kann nur geschätzt werden. Doch es gibt andere Zahlen, die aufhorchen lassen: So wurden 2016 über 25.000 Marderhunde in Deutschland und Österreich geschossen – fast 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei Waschbären sind es in fünf Jahren 150 Prozent mehr getötete Tiere gewesen. Das liegt nicht an besonders schießwütigen Jägern, was sogar der BUND Naturschutz zugeben muss, sondern an der rasanten Ausbreitung dieser Arten. Jedes dieser Raubtiere ist anders, hat andere Fähigkeiten und Strategien. Die Eindringlinge bedrohen vor allem die, die schon lange unter der Zerstörung und dem zunehmenden Schwund ihres Lebensraumes leiden und deshalb vielerorts vom Aussterben bedroht sind: Bodenbrüter, Singvögel und Amphibien.

Mittwoch, 10. März

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Der Wald der wilden Katzen
Im Harz leben die einzigen beiden wilden Katzenarten Deutschlands gleichzeitig. Luchs und Wildkatze teilen sich ein riesiges Gebiet von über 2.000 Quadratkilometern. Doch jetzt werden die Katzen-Reviere knapp. Die ersten Nachkommen müssen den „Wald der wilden Katzen“ verlassen und neue Reviere erobern … Luchs und Wildkatze teilen sich im Harz ein riesiges Gebiet – Gebirge und Vorland zusammen über 2.000 Quadratkilometer. In der Mitte thront der über elfhundert Meter hohe Brocken. Dass beide Katzenarten hier zu entdecken sind, ist keine Selbstverständlichkeit. Raubtiere hatten und haben es schwer im dicht besiedelten Deutschland. Erst seit dem Jahr 2000 wurden die „Pinselohren“ wieder angesiedelt. Inzwischen leben schon 55 erwachsene und 35 Jungluchse hier. Auch die Wildkatze wurde bejagt und stark zurückgedrängt. Ihre Art überlebte nur in kleinen, inselartigen Gebieten. Sonnige Waldsäume und leuchtende Bergwiesen sind das Jagdgebiet der Wildkatze. Der Reichtum an natürlichen Strukturen hat ihr das Überleben im Verborgenen ermöglicht und bietet heute über 500 Tieren Schutz. Doch nun werden die Reviere knapp. Die ersten Nachkommen müssen den „Wald der wilden Katzen“ verlassen und neue erobern. Kein einfaches Unterfangen. Denn Straßen und zersiedelte und bewirtschaftete Flächen hemmen die Wanderungen von Deutschlands wilden Katzen. Wo aber Wildbrücken und –zäune das sichere Queren von Autobahnen und Schnellstraßen ermöglichen, lassen sich selbst entfernte Naturräume miteinander vernetzen und ermöglichen so eine Ausbreitung von Wildkatze und Luchs in Deutschland.

Mittwoch, 17. März

3sat, 15.30 Uhr
Majestät im Aufwind
Seeadler – Neubürger in Mitteldeutschland
Mit einer Flügelspannweite von bis zu zweieinhalb Metern zählen Seeadler zu den größten Greifvögeln Mitteleuropas. Die beeindruckenden Vögel waren lange bedroht. Nun erholt sich der Bestand. Das Jagdrevier eines Seeadlerpaares umfasst 20 bis 50 Quadratkilometer. Auf der Suche nach Nahrung segeln sie lange Strecken majestätisch durch die Lüfte und erkennen dabei selbst aus fünf Kilometern Entfernung die kleinste Maus. Von Mitte des 17. Jahrhunderts an wurden die großen Vögel intensiv verfolgt, was ihre Population stark dezimierte. Ab Anfang des 20. Jahrhunderts gab es erste Schutzbemühungen. Seither hat sich ihr Bestand wieder ausgeweitet. Aus Polen kommend, ließen sie sich in Mitteldeutschland zuerst in der Lausitz, später auch in wald- und seenreichen Regionen Nordwestsachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens nieder, wo sie Ruhe und genügend Nahrung finden.

Donnerstag, 18. März

arte, 6.00 Uhr
Xenius: Auswildern
Für ein Leben in Freiheit
Auswilderungsprojekte dienen dazu, Tieren ihre natürlichen Lebensräume zurückgeben. Die Mesopotamischen Damhirsche galten in den 60er Jahren als so gut wie ausgestorben. Dass sie heute wieder in freier Wildbahn leben, ist auch dem Pioniergeist eines Deutschen zu verdanken.

3sat, 13.20 Uhr
Europas Urwälder: Wilde Karpaten
Entlang der rumänischen Karpaten, wo sich zahlreiche Sagen um den Grafen Dracula ranken, erstreckt sich der größte Buchen-Urwald Europas. Bis heute sind dort Wölfe und Bären zu Hause. In Zentraleuropa sind nur wenige ursprüngliche Waldgebiete – meist in schwer zugänglichen Bergregionen – von der Abholzung verschont geblieben. Dort gibt es Bäume, die bis zu 45 Meter hoch in den Himmel ragen und geschätzte 400 Jahre alt sind.

3sat, 14.05 Uhr
Leben im Rudel
Der Film zeigt Überlebensstrategien von Rudeltieren wie Wölfen, Löwen und anderen Tiergruppen. Ihre Jungtiere lernen lebenswichtige Fähigkeiten von der Gemeinschaft, in der sie groß werden. Jedes Tier muss innerhalb des Rudels seinen Platz finden und seinen Beitrag leisten. Es herrschen strenge Regeln, und die Machtverhältnisse können sich jederzeit verschieben. Ein Rudel bietet Sicherheit, kann aber auch zu einem sozialen Minenfeld werden.

arte, 16.00 Uhr
Sibirien – Büffeln in der Tundra
Die Familie Scharkow – das sind Vater Pawel, Mutter Wassilissa und ihre vier Kinder – gehört der dolganischen Gemeinschaft an, einem der letzten indigenen Völker Sibiriens. Die Dolganen zählen etwa 8.000 Menschen. Als Jäger, Fischer und Rentierzüchter setzen sie im nördlichsten Teil Sibiriens ihre traditionelle nomadische Lebensweise fort.

3sat, 16.15 Uhr
Unsere Wälder
Ein Jahr unter Bäumen
Die Deutschen lieben den Wald. Kein anderes Land Europas hat eine derart tiefe Verbindung zur Heimat der Bäume. Ein Drittel des Landes ist mit Wald bedeckt – 90 Milliarden Bäume insgesamt. Und kein Naturraum ist so stark mit der Identität der Deutschen verbunden wie der Wald. Nicht das Wattenmeer, nicht die Berge spiegeln die Seele und die Befindlichkeiten der Deutschen, sondern – die Wälder. Frühling, Sommer, Herbst und Winter bringen nicht nur Farbe in die Wälder, sie öffnen kurze Zeitfenster, die viele Waldbewohner nutzen müssen, um zu überleben: von der verschwenderischen Blütenpracht der Frühblüher, denen nur wenige Wochen unter kahlen Bäumen bleiben, um Kohlenhydrate fürs ganze Jahr zu produzieren, bis zur Samenfülle der Mastjahre, in denen Bäume über Hunderte von Kilometern ihre Blüte synchronisieren – und damit die Menge ihrer Früchte. In Mastjahren überschwemmt der Wald seine Bewohner derart mit Nahrung, dass genug Samen überbleiben, aus denen neue Bäume wachsen können. Sind Zapfen und Bucheckern, Eicheln und Nüsse im Herbst von den Bäumen gefallen, folgen wenig später die Blätter. Die Bäume verhindern so, dass ihnen bei Frost die Leitungen platzen. Und sie bereiten sich auf den Winterschlaf vor, genau wie die Tiere. Manche von ihnen – wie beispielsweise die Siebenschläfer – verbringen bis zu elf Monate im Schlaf. Denn wenn es nichts zu futtern gibt, sind sie so am sichersten vor ihren Feinden. Andere – wie die Rothirsche – schlafen quasi im Gehen. Animationen zeigen, wie im Lauf der Jahre Nahrung für alle Waldbewohner entsteht, etwa das Holz der Bäume – und warum Spechte bis zu 10 000 Mal am Tag auf das Holz hämmern können, ohne Kopfschmerzen zu bekommen. Viele Lebewesen im Wald leben im oder vom Holz der Bäume. Doch manche Untermieter – wie die Borkenkäfer – können dabei wahre Massaker anrichten. Ob der massenhafte Tod von Bäumen durch den Schädling nun der Königsweg zum vielerorts erwünschten Urwald sein soll, darüber gibt es nach wie vor leidenschaftliche Diskussionen.

Montag, 22. März

ARD-alpha, 7.15 Uhr
Ich mach’s
Büchsenmacher
Vorstellung eines Ausbildungsberufes
Ob Jäger, Sportschütze oder Biathlet – sie alle sind auf die präzise Arbeit von Büchsenmachern angewiesen. In aufwendiger Handarbeit bauen sie Gewehre und Pistolen, sind Schlosser, Schreiner, Kunsthandwerker in einem – und sorgen dafür, dass der Jäger seinen Rehbraten und der Biathlet die Goldmedaille bekommt.

arte, 17.50 Uhr
Wilde Viecher
Nandus
In einem kleinen Areal in Mecklenburg-Vorpommern lebt die einzige Kolonie wilder Nandus in Europa. Die Vorfahren der straußenähnlichen Vögel aus Südamerika brachen vor circa 20 Jahren aus einem Gehege in Norddeutschland aus. Seither vermehren sie sich ungestört. Landwirte beklagen Ernteverluste und Naturschützer vermuten einen Einfluss auf seltene Insekten. Ein Forscher ist den größten Vögeln Europas auf der Spur. Die einzige Kolonie wilder Nandus in Europa lebt in einem kleinen Areal in Norddeutschland. Dort brachen die Vorfahren der straußenähnlichen Vögel vor circa 20 Jahren aus einem Gehege aus. Seither vermehren sie sich ungestört. Nandus mögen es in der Regel eher warm, leben in den offenen Pampas und Ebenen Südamerikas und sind dort vom Aussterben bedroht. Wegen ihrer Federn, ihrer Lederhaut und auch für das Fleisch werden sie in Europa in Farmen gehalten. Einige Exemplare entwichen um die Jahrtausendwende aus einem Privatgehege bei Lübeck. Seitdem tauchen Nandus im benachbarten Mecklenburg-Vorpommern auf. In der offenen Landschaft dominieren weitläufige Agrarsteppen. Dort finden die Nandus, was sie brauchen, um kalte Winter zu überstehen: Raps, Rüben und Maispflanzen aus der modernen industriellen Landwirtschaft. Natürliche Feinde haben die Nandus hierzulande kaum. An einigen Stellen sorgen die großen Vögel mit ihrem Appetit für Ernteschäden und Missmut bei den Bauern. Auch Naturschützer schlagen Alarm. Junge Nandus würden bedrohte Insekten und Eidechsen verspeisen. Obwohl streng geschützt, hat das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommerns die exotischen Laufvögel ins Jagdrecht überführt. Seither werden Nandus geschossen. Gleichzeitig locken die exotischen Vögel vermehrt neugierige Wochenendtouristen und Naturfotografen zu Nandu-Safaris an. Sie sind von den Straßen leicht zu beobachten, weil sie kaum Scheu zeigen. Sind Nandus eine Gefahr für Bauern und Natur? Ein Biologe folgt den Laufriesen und sammelt Fakten, um mehr über den potenziellen Schädling zu erfahren.

hr fernsehen, 21.00 Uhr
Der Wolf ist zurück – und jetzt?
Die Wölfe sind zurück in Deutschland. Vor allem Naturschützer freuen sich darüber. Aber überall dort, wo die Raubtiere auftauchen, herrscht Verunsicherung und manchmal sogar Angst bei den Anwohnern. Immer wieder gibt es Begegnungen mit Wölfen, die durch Dörfer spazieren, Schafe und andere Nutztiere reißen. Auch die beiden Wölfinnen, die mittlerweile in Hessen ein festes Revier haben, sorgen für Konflikte. Verlieren die Raubtiere ihre natürliche Scheu vor den Menschen? Schäfer fordern den stärkeren Schutz ihrer Herden, manche Jäger fordern sogar, wenn nötig, Wölfe abzuschießen. Wie viele Wölfe verträgt die heimische Natur? Und wie viele wollen wir Menschen zulassen?

Dienstag, 23. März

arte, 12.15 Uhr
Raubkatzen im Wohnzimmer
Russen und ihre exotischen Haustiere
Ein Leopard in der Badewanne, ein Luchs im Wohnzimmer. Viele Russen hegen eine ausgeprägte Leidenschaft für exotische Tiere. Während einige Käufer sie als Statussymbol halten, machen andere mit ihnen ein Geschäft. Raubkatzen werden gern für extravagante Fotoshootings gebucht – ein Hobby, das teuer und gefährlich ist.

3sat, 15.30 Uhr
Wiener Wildnis – Die Rückkehr der Biber
Donau, Lobau, Alte Donau: Versteckt unter Wasser und an kaum zugänglichen, dicht bewachsenen Ufern, stecken die bekannten Wiener Badegewässer voller Geheimnisse. Es ist die Welt der Biber.

arte, 17.50 Uhr
Freche Viecher
Nutrias
Nutrias sehen aus wie Biber mit Rattenschwanz, sind aber südamerikanische Nagetiere. Seit Jahrzehnten besiedeln sie Europas Seen, Flüsse und Kanäle. Dort bauen sie Höhlen in die Uferböschungen, knabbern an der Vegetation und gefährden damit Deiche und Dämme. Die Tiere stammen aus Pelzfarmen, in denen sie noch bis Ende des 20. Jahrhunderts wegen ihres Fells gezüchtet wurden. Viele brachen aus. Außerdem wurden nach dem Zusammenbruch des Handels viele Tiere freigelassen. Ungestört verbreiteten sie sich in den vorhandenen Wasserläufen aus. Auf Beschluss der Europäischen Union stehen die gebietsfremden Nager als Invasoren auf der Liste unerwünschter Arten und sollen bekämpft werden. Das hat gute Gründe: Im Naturschutzgebiet Bienener Altrhein im Westen Deutschlands haben sie beispielsweise die Röhrichtvegetation derart geschädigt, dass seltene Wasservogelarten Brut- und Nahrungsplätze verloren haben. In den Niederlanden versuchen Jäger, die Nutrias auszurotten, weil sie Dämme und Deiche unterhöhlen. In vielen Stadtparks Deutschlands hingegen sind die Tiere mit der Schweinchennase und den orangefarbenen Biberzähnen bei Spaziergängern sehr beliebt und haben kaum Jäger zu fürchten. Die zutraulichen Nager werden trotz Verbot und Strafandrohung gefüttert und weitgehend in Ruhe gelassen. In Wildtierstationen päppeln Tierfreunde verwaiste Nutrias mit viel Aufwand sogar wieder auf. Die Dokumentation fragt auch, was die eingeschleppte Tierart in ihrem neuen Lebensraum so erfolgreich macht.

Samstag, 27. März

arte, 14.10 Uhr
Freche Viecher
Nutrias
Nutrias sehen aus wie Biber mit Rattenschwanz, sind aber südamerikanische Nagetiere. Seit Jahrzehnten besiedeln sie Europas Seen, Flüsse und Kanäle. Dort bauen sie Höhlen in die Uferböschungen, knabbern an der Vegetation und gefährden damit Deiche und Dämme. Die Tiere stammen aus Pelzfarmen, in denen sie noch bis Ende des 20. Jahrhunderts wegen ihres Fells gezüchtet wurden. Viele brachen aus. Außerdem wurden nach dem Zusammenbruch des Handels viele Tiere freigelassen. Ungestört verbreiteten sie sich in den vorhandenen Wasserläufen aus. Auf Beschluss der Europäischen Union stehen die gebietsfremden Nager als Invasoren auf der Liste unerwünschter Arten und sollen bekämpft werden. Das hat gute Gründe: Im Naturschutzgebiet Bienener Altrhein im Westen Deutschlands haben sie beispielsweise die Röhrichtvegetation derart geschädigt, dass seltene Wasservogelarten Brut- und Nahrungsplätze verloren haben. In den Niederlanden versuchen Jäger, die Nutrias auszurotten, weil sie Dämme und Deiche unterhöhlen. In vielen Stadtparks Deutschlands hingegen sind die Tiere mit der Schweinchennase und den orangefarbenen Biberzähnen bei Spaziergängern sehr beliebt und haben kaum Jäger zu fürchten. Die zutraulichen Nager werden trotz Verbot und Strafandrohung gefüttert und weitgehend in Ruhe gelassen. In Wildtierstationen päppeln Tierfreunde verwaiste Nutrias mit viel Aufwand sogar wieder auf. Die Dokumentation fragt auch, was die eingeschleppte Tierart in ihrem neuen Lebensraum so erfolgreich macht.

Sonntag, 28. März

arte, 19.30 Uhr
GEO Reportage
Biber, die Baumeister an der Elbe
Über viele Jahrzehnte war der Biber in Deutschland beinahe ausgestorben. Nur knapp 200 Tiere hatten entlang der Elbe überlebt. Dem Einsatz engagierter Tierschützer ist es zu verdanken, dass sich ihr Bestand bis heute erholt hat. Tausende Biber bevölkern wieder die Flüsse und Seen Deutschlands. Es gibt sogar so viele davon, dass sie mancherorts für Konflikte sorgen – etwa durch von den „Baumeistern“ verursachte Überschwemmungen. Doch was ist der richtige Umgang mit jungen Bibern, die auf der Suche nach einem eigenen Revier Bäche und Flüsse stauen und dazu noch Schäden in der Landwirtschaft anrichten?