In den Medien

In den Medien

Samstag, 24. Juli

hr fernsehen, 21.45 Uhr
Die unglaubliche Reise der Wanderwölfe
Die meisten Menschen unserer Breiten kannten Wölfe lange nur aus Märchen. Doch längst sind sie wieder eine feste Größe in der Welt der Schlagzeilen geworden. Sobald irgendwo ein Lamm gerissen wird, entbrennt eine Diskussion um Artenschutz und Abschussgenehmigungen. In Deutschland leben derzeit knapp 250 erwachsene Wölfe. Sie gruppieren sich in Rudel, Paare und insgesamt drei Einzelwölfe – einer von ihnen ist in Baden-Württemberg sesshaft geworden. Einmal quer durch Europa: Der Film nimmt seinen Ausgang in Rumänien. Dort gibt es die meisten Schafzüchter in der EU und auch die größte Wolfspopulation der Gemeinschaft – man vermutet bis zu 3.000 Exemplare. Regisseur Vincent Steiger verfolgt die Spuren eines Wolfsrüden, den die Filmerzählung Slava nennt. Slavas Wanderschaft führt von den Karpatenwäldern quer durch die Alpen bis in den äußersten Nordwesten Spaniens. Es ist eine Strecke, die Wissenschaftler anhand von Wolfsspuren und DNA-Analysen rekonstruieren konnten, über insgesamt 3.000 Kilometer. Slava ist bei seinem Aufbruch in Rumänien gerade mal zwei Jahre alt; er muss allein zurechtkommen, weil sein Rudel ihn verstoßen hat. Eine Strafe, die der Grauwolf sich einhandelte, weil er gegen das Leittier und die Rangordnung seines Rudels aufbegehrt hatte. Beeindruckt von den Fähigkeiten der Wölfe, auf sich allein gestellt solch ungeheure Strecken zu bewältigen, stellte der französische Naturfilmer Slavas Reise mit trainierten Wölfen nach. Die über einen langen Zeitraum hinweg gedrehte Dokumentation nimmt dabei die Perspektive des Wanderwolfes ein und versucht, Gefahren, Hunger, Entbehrungen und Erschöpfung aus seinem Blick darzustellen.

Sonntag, 25. Juli

tagesschau24, 15.30 Uhr
Der Wolf ist zurück – und jetzt?
Wölfe sind zurück in Deutschland. Viele Menschen freuen sich darüber, aber wo die Raubtiere auftauchen, herrschen Verunsicherung, manchmal sogar Angst. Denn einzelne Wölfe rücken gefährlich nah an den Menschen heran. Sie wandern an Straßen entlang, spazieren durch Dörfer, reißen Schafe, Ziegen und junge Pferde. Verlieren die Tiere ihre natürliche Scheu vor dem Menschen? Nutztierhalter fordern den stärkeren Schutz ihrer Herden. Manche Jäger fordern sogar, die streng geschützten Raubtiere ins Jagdrecht aufzunehmen. Wie viele Wölfe verträgt die heimische Natur? Und wie viele wollen wir Menschen zulassen? Mehr als tausend Wölfe streifen derzeit durch Deutschland. Nachdem die ersten Tiere vor rund 20 Jahren aus Osteuropa einwanderten, haben sich in den östlichen Bundesländern dutzende Wolfsrudel angesiedelt. Und jetzt sind sie in Hessen angekommen. Kaum haben zwei Wölfinnen ein festes Revier, sorgen sie bereits für Ärger.

Mittwoch, 28. Juli

hr fernsehen, 10.35 Uhr
Unser Wald – Reh und Hirsch
Reh und Hirsch – für die einen sind sie begehrte Jagdtrophäen, für die anderen lästige Waldschädlinge. Über den richtigen Umgang mit Reh und Rotwild wird seit Jahrzehnten heftig gestritten. Der Rothirsch gilt als der „König der Wälder“ und seit Jahrhunderten ist der Rothirsch ein Politikum – bis heute! Weil die Bauern für Schäden auf Feldern und Wiesen vom Jagdpächter Entschädigung fordern können, vertreiben die Jäger den „Schädling“ in den Wald. Mangels Gras fressen Rothirsche junge Bäume und schälen Rinde ab. Hirsche dürfen in Deutschland nur noch in eigens ausgewiesenen Rotwildbezirken leben. Lediglich in vier Bundesländern können die Hirsche sein, wo sie wollen. Die verbliebenen Reviere sind Inseln, zwischen ihn gibt es keine Verbindung und Wanderungen sind nicht möglich. Im Unterschied zum Rotwild passen sich Rehe gut an die durch den Menschen veränderte Landschaft an. Damit sind sie in der Lage, ständig neue Lebensräume zu besiedeln. Das Reh ist heute in Europa eine ausgesprochen häufige Art, mit zum Teil dramatischen Folgen: In einigen Regionen haben Rehe inzwischen eine so hohe Bestandsdichte erreicht, dass sie die natürliche Waldverjüngung verhindern. Vielerorts müssen die anfälligen Fichtenmonokulturen in widerstandsfähige Mischwälder umgewandelt werden. Doch in deutschen Wäldern können die heimischen Waldbäume überwiegend nur mit erheblichen Beeinträchtigungen nachwachsen. Verbiss empfindliche Baumarten wie Eiche, Weißtanne, Bergahorn, Eibe u. a. können oft nur mit Schutzmaßnahmen wachsen und sind aus vielen Wäldern bereits weitgehend verschwunden. Rehe werden in allen europäischen Ländern gejagt. Die mit Abstand höchste Jagdstrecke hat Deutschland mit mehr als einer Million erlegter Tiere pro Jahr. Selbst die enormen Verluste des Rehwildes durch den Straßenverkehr und in der Landwirtschaft schaffen es nicht, den Bestand so zu dezimieren, dass sich die Waldschäden verringern. Abhilfe würde auch hier nur eine gezielte Bejagung schaffen. Filmautor Jürgen Eichinger lässt zu den umstrittenen Themen Gegner und Befürworter, Jäger und Waldbesitzer, Wildbiologen und Bauern zu Wort kommen.

Freitag, 30. Juli

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Ostseeparadies Rügen
Die Ostseeinsel Rügen zählt zu den beliebtesten Reisezielen Deutschlands. In der aufwendigen Naturdokumentation zeigen von Dirk Blumenberg und Telse Meyer in opulenten Bildern eine der schönsten Regionen Deutschlands im Wechsel der Jahreszeiten. Die Ostseeinsel Rügen ist ein Ort, der seit Jahrhunderten Maler und Schriftsteller inspiriert hat: Die markanten Kreidefelsen mit ihren schroffen Zacken wurden durch Caspar David Friedrich weltberühmt. Dichte Buchenwälder, durch die das Blau des Meeres schimmert, zeichnen den Nationalpark Jasmund aus. Die Feuersteinfelder im Nordosten schließlich bieten einen bizarren und kargen Anblick mit einer ganz eigenen Tier- und Pflanzenwelt. Rügen ist Rastplatz für Zehntausende von Kranichen, Lebensraum für Damhirsche, Dachse, Marderhunde und den seltenen Seeadler. Rügens Geschichte ist eine Geschichte des Wandels: Gigantische Gletscher formten vor mehr als 10.000 Jahren in der letzten Eiszeit die Insel. Mit der Ankunft des Menschen verwandelte sich die Landschaft. Die Siedler holzten Wälder ab, legten Felder und Wiesen an und brachten neue Tiere mit. Der Seebäder-Tourismus brachte die größte Veränderung für die Natur Rügens. Jeden Sommer wälzen sich jetzt lange Blechlawinen durch die engen Alleen auf dem Weg zu den kilometerlangen Sandstränden. Wer hingegen noch ein Stückchen ursprüngliches Rügen sehen will, muss auf die kleine Insel Vilm fahren – einst abgeschottetes Feriendomizil der ehemaligen DDR-Elite, kann man hier einen der letzten Urwälder Deutschlands bestaunen.

Samstag, 31. Juli

SWR Fernsehen, 6.00 Uhr
Luchsmord
Tatort-Kommissar Andreas Hoppe ermittelt
Zwei grausam getötete Luchse werden im Bayerischen Wald gefunden. Es gibt Hinweise, dass die Täter bekannt sind. Doch bis heute können sie nicht überführt werden. Ein Naturkrimi, der bittere Realität ist und den Naturschützer und „Tatort“-Kommissar Andreas Hoppe in den Bayerischen Wald führt. Dort trifft er auf eine Mauer des Schweigens. Bis ein verdeckt ermittelnder Artenschutzfahnder auftaucht. Plötzlich führt die Spurensuche zur Pelzmafia. Aber auch die Jägerschaft und die ermittelnden Behörden geraten in die Kritik. In dieser Kurzfassung einer längeren Dokumentation werden Schülerinnen und Schüler als „Detektive“ angesprochen und erhalten Zugang zu den Themen Artenschutz, Ökologie, Jagd und ethischen Umgang mit Tieren.

Samstag, 7. August

arte, 11.25 Uhr
Die Rückkehr der Wölfe
Das Wunder im Yellowstone-Nationalpark
Im nordamerikanischen Yellowstone-Nationalpark vermehrten sich die Wapiti-Rothirsche lange Zeit ungebremst und das zuungunsten der dortigen Flora und Fauna – bis Wölfe in das Gebiet Einzug hielten. Die Dokumentation „Die Rückkehr der Wölfe – Das Wunder im Yellowstone-Nationalpark“ zeigt die erstaunlichen Folgen, die die Wiederansiedlung von Wölfen Ende der 1990er Jahre für das gesamte Ökosystem im Yellowstone-Nationalpark hat. Ein aus den Fugen geratenes Ökosystem ist durch die Rückkehr der Raubtiere wieder in ein natürliches Gleichgewicht gelangt. 70 Jahre lang vermehrte sich die Population der Wapiti-Rothirsche im US-amerikanischen Yellowstone-Nationalpark nahezu ungebremst. Ohne einen natürlichen Feind und trotz aller Versuche der Menschen, die Zunahme an Hirschen zu begrenzen, breiteten sich diese immer weiter aus und zerstörten weite Teile der Vegetation des Parks. Sie fraßen den Nationalpark buchstäblich kahl. Doch mit der gezielten Wiederansiedlung von 41 kanadischen Wölfen in den Jahren 1995 bis 1997 ereignete sich geradezu ein Wunder: Die Tiere brachten das natürliche Gleichgewicht in den Nationalpark zurück. Die Wölfe jagten die Wapitis und, was noch entscheidender war, sie beeinflussten das Verhalten der Hirsche, sodass diese sich aus Tälern und Schluchten zurückzogen. Das eigentlich Faszinierende daran: Durch die Anwesenheit der Wölfe reduzierte sich nicht nur die Population der Wapiti-Hirsche von 20.000 auf circa 7.000 Tiere, auch die Pflanzenwelt des Nationalparks erholte sich und es entstand neuer Lebensraum für andere Tierarten. Die Wissenschaftler und Experten sprechen bei diesem Phänomen von einer sogenannten trophischen Kaskade, einer Kettenreaktion, die durch die Veränderung der Nahrungskette innerhalb eines komplexen Ökosystems ausgelöst wird. Die Dokumentation „Die Rückkehr der Wölfe – Das Wunder im Yellowstone-Nationalpark“ zeigt die erstaunlichen und dramatischen Folgen, die die Wiederansiedlung der Wölfe auf das gesamte Ökosystem des Nationalparks hat. Entgegen ihrem eigentlichen Ruf der gnadenlos tötenden Räuber, sind die Wölfe Schöpfer neuen Lebens, die das aus dem Gleichgewicht geratene Ökosystem wiederherstellen.

Sonntag, 8. August

3sat, 19.10 Uhr
Wir und das Tier – verehrt oder verzehrt
Warum essen wir die einen Tiere und lieben die anderen? Während Hunde und Katzen oft als Familienersatz dienen, haben Schweine und Rinder meist einen anderen Stellenwert. Wir behandeln sie wie Dinge und beuten sie aus. Ist dieser Widerspruch moralisch vertretbar? Immer mehr Menschen sagen „nein“. Ein „NZZ Format“ über geliebte Hunde, glückliche Schweine, den widersprüchlichen Menschen und wie die Kuh würdevoll ein Ende findet. Nicht nur Tierethiker und Tierschützer, auch Landwirte und verantwortungsvolle Konsumenten stellen sich die Frage: Wie soll artgemäße Tierhaltung und ethisch vertretbarer Fleischkonsum aussehen?

Montag, 9. August

rbb Fernsehen, 12.50 Uhr
Wildtiere in Berlin
Den wilden Nachbarn auf der Spur. Über 13.000 Wildtiere leben in Berlin: Fuchs und Wildschwein, Igel und Eichhörnchen, Waschbär und Waldkauz. Faszinierende Einblicke in die Tierwelt vor unserer Haustür.

Dienstag, 10. August

WDR Fernsehen, 18.15 Uhr
5 Fallen, 2 Experten: Haustiere
Ob Hundekörbchen, Katzenschmuck oder Nagetier-Leckerlis – die Haustierindustrie gehört auf jeden Fall zu den Gewinnern der Corona-Krise. Doch wo viel zu holen ist, tummeln sich auch schwarze Schafe. Von illegalem Tierhandel und überteuerter Tiernahrung, über die Gefahr der Vermenschlichung unserer tierischen Lebensgefährten bis zu Wildtieren in der Stadt – unsere Experten wissen, welche Schattenseiten das Zusammenleben von Mensch und Tier haben kann. Die Experten: Ines Imdahl. Diplompsychologin und Marktforscherin. Sie weiß, warum Tiere so wichtig für uns Menschen sind. Hans-Josef Vogel ist Anwalt in einer großen Kanzlei in Düsseldorf und Hundeliebhaber. Er kennt die rechtlichen Fallstricke, die uns das Leben mit Tieren schwer machen können.

Mittwoch, 11. August

Bayerisches Fernsehen, 14.45 Uhr
Abenteuer Wildnis
Hund oder Katze – wer ist klüger?
Hunde und Katzen liefern sich einen ebenso spannenden wie launigen Wettstreit in Sachen Intelligenz. Da werden Deckel gelüftet und Leckerlis gestibitzt. Da sollen Fingerzeige beachtet oder „Hütchenspiele“ durchschaut werden. Der Verhaltensforscher Immanuel Birmelin und der Wissenschaftsjournalist Volker Arzt schicken Hunde und Katzen auf eine amüsante Teststrecke voller Überraschungen und unerwarteter Ergebnisse. Wer sammelt die meisten Punkte? Hund oder Katze? Natürlich ist der Wettstreit nicht tierisch ernst zu nehmen – zu unterschiedlich sind die beiden Arten, ihre Lebensweise und ihre Herkunft, um einen fairen Vergleich zu gestatten. Trotzdem lohnt es sich, ihre geistigen Stärken und Schwächen zu testen oder, um es im Stil der Verhaltensforscher auszudrücken, ihre „kognitiven Fähigkeiten“ zu untersuchen. Es führt zu einem tieferen und auch gerechteren Verständnis für das Wesen unserer Haustiere, für ihre ganz eigene Art, die Welt zu erleben und zu beurteilen.

Freitag, 13. August

ARD-alpha, 17.00 Uhr
Quarks
Überfüllte Natur – wie wir sie schützen können
In der Pandemiezeit versetzen Menschenmassen, die sich im Grünen erholen wollen, die Natur regelrecht in Stress: Die Zahl der Freizeitaktiven in den Wäldern hat sich mehr als verdoppelt, beim Wandern und Radfahren kommt es auf den Wegen regelrecht zu Gedränge, und schicke Ausflugstipps auf Social-Media-Kanälen sorgen endgültig für Chaos. Hält die Natur das aus? Und wie können wir sie besser schützen? – Ralph Caspers prüft, ob immer mehr freilaufende Hunde beim Spaziergang tatsächlich zur Bedrohung für Wildtiere werden und wie man das verhindern kann. – Eichhörnchen, Jungvogel, Rehkitz – retten? Oder schaden wir den vermeintlich hilflosen Tieren nur, weil wir ihr natürliches Verhalten einfach nicht kennen. – Schafft es das Team von Quarks, eine völlig unbekannte Felsformation im Sauerland auf Instagram ganz groß herauszubringen? Was bedeutet das für ein Ausflugsziel?